Art and Peacebuilding
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Wishing Wishes

Das Tanzprojekt Wishing Wishes lädt junge Menschen aus Armenien und Abchasien¹ zur Erkundung ihrer eigenen Wünsche und Visionen ein und bestärkt sie darin, ihren gewohnten Handlungshorizont zu erweitern und sich eigenständig zu den sozialen Normen ihrer Heimatumgebung zu positionieren. Im Aufeinandertreffen von traditionsreichen, auf Gemeinschaftlichkeit ausgerichteten Volks- und Nationaltänzen des Südkaukasus mit westlich geprägtem zeitgenössischem Tanz, in dem das Individuum und Improvisation stärker im Fokus stehen, werden neue Spielräume geschaffen. Diese setzen sich von der Alltagsrealität ab und ermöglichen es, Rollenmuster und Handlungen zu erproben, die im Alltag (noch) nicht möglich wären. Schweizer Tänzer*innen und Choreograf*innen arbeiten hierbei in engem Austausch mit Kolleg*innen aus dem Südkaukasus

 

Wishing Wishes – Workshop I

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Photo: Stella Loretsyan

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Photo: Stella Loretsyan

Wishing Wishes Kilian Haselbeck Workshop 1 1

Photo: Kilian Haselbeck

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Photo: Stella Loretsyan

Wishing Wishes Kilian Haselbeck Workshop 1 11

Photo: Kilian Haselbeck

Wishing Wishes Stella Loretsyan Workshop 1 7

Photo: Stella Loretsyan

Video: Kilian Haselbeck

Wishing Wishes beginnt 2021/22 in Armenien – aufgrund des erneuten Bergkarabach-Kriegs 2020 ein Jahr später als geplant. Vom 15. bis zum 20. Juni 2021 reisen 25 Jugendliche im Alter zwischen 11 und 17 Jahren aus elf Orten, die unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan liegen, nach Dilidschan und finden beinahe augenblicklich zu einer grossen, untrennbaren Gruppe zusammen. Während des ersten Workshops geben die schweizerischen Tänzer*innen und Choreograf*innen Meret Schlegel und Kilian Haselbeck eine Einführung in den zeitgenössischen Tanz. Körperübungen und Improvisationen vermitteln den Jugendlichen neue Ansätze, um durch freie Bewegung auf Musik zu reagieren und Emotionen und Wünsche auszudrücken. Auch die schweizerischen Projektbeteiligten erhalten durch die armenischen Tanzlehrer*innen Satik Arzumanyan, Armine Harutyunyan, Artur Grigoryan und Gayane Vardanyan einen Einblick in den armenischen Tanz. Sie erfahren den Unterschied zwischen dem energetischen, im Gruppenzusammenhalt getanzten Volkstanz und dem stilisierten, stark durch die sowjetische Balletttradition beeinflussten sogenannten nationalen Tanz.

Wie stark die Lebenswelt der Jugendlichen auch während dieser kurzen Auszeit vom allgegenwärtigen Krieg geprägt ist, zeigt die Namenswahl der neu gebildeten Tanzcompanie: Dancing Mountains – denn den Bergen verdanken die Teilnehmer*innen, wie sie es formulieren, ihren Schutz während des Kriegs.

Ort und Jahr
Armenien, 2021

Teilnehmende
Hasmik Aleksanyan, Syuzi Aleksanyan, Arkadi Antonyan, Milena Avalyan, Narek Avalyan, Gisane Bayramyan, Yeva Chilingaryan, Syuzanna Grigoryan, Naira Khachatryan, Milena Kocharyan, Elen Mailyan, Davit Minasyan, Shushan Muradyan, Mane Seyranyan, Angelina Papyan, Iren Papyan, Hayk Petrosyan, Mariam Qaryan, Maria Sargsyan, Vahan Sargsyan, Mariana Shahnazaryan, Haykanush Smbatyan, Lilia Tomoyan, Susanna Torosyan, Elen Yesayan

Künstlerische Leitung
Meret Schlegel
Kilian Haselbeck

Assistenz künstlerische Leitung
Tsolak Mlke-Galstyan

Projektleitung
Sandra Frimmel (artasfoundation)
Shoghakat Mlke-Galstyan, Jerewan

Dolmetscherin
Stella Loretsyan, Jerewan

Partnerorganisationen
Aygepar National Dance Group, House of Culture, Berd (Satik Arzumanyan)
Sose National Dance Group, House of Culture, Berd (Armine Harutyunyan)
Nazani Dance Group, Dilijan Community Center, Dilidschan (Artur Grigoryan)
Ametist Dance Group, Koghb (Gayane Vardanyan)

Finanzieller Beitrag
Stiftung Smartpeace

¹artasfoundation would like to underline that its use of names and titles particularly in regards to conflict regions should not be understood as implying any form of recognition or non-recognition by the foundation or as having any other political connotation whatsoever.