Kunst im Wiederaufbau
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Sharing Stories

Sharing Stories I

202410 Sharing Stories CH Maura Kressig Kopie

Foto: Maura Kressig

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Foto: Olivia Jaques

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Foto: Olivia Jaques

HST 2947 Hanes Sturzenegger

Foto: Hanes Sturzenegger

HST 3062 Hanes Sturzenegger

Foto: Hanes Sturzenegger

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Foto: Hanes Sturzenegger

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Foto: Hanes Sturzenegger

HST 3473 Hanes Sturzenegger

Foto: Hanes Sturzenegger

1 Foto Elena Bruelhart

Foto: Elena Brülhart

2 Children art work Salima Bartsits

Foto: Salima Bartsits

3 Day 1 CH 3 piyushasumanapala

Foto: Piyusha Sumanapala

4 Exhibition Salima Bartisits

Foto: Salima Bartsits

5 Foto Mediathek ojaques

Foto: Olivia Jaques

6 Stories Degersheim Dergeisterhafte Hund ojaques

Foto: Olivia Jaques

7 Swiss legend Illustrated by children fro m Arasadzih Salima Bartsits

Foto: Salima Bartsits

8 Foto Sharin Abkh Toggenb Elena Bruelhart

Foto: Elena Brülhart

Video: Elena Brülhart

Video: Piyusha Sumanapala

Wenn Grosseltern ihren Enkel*innen Gutenachtgeschichten erzählen, entsteht ein Augenblick von gemeinsamer Nähe und aufmerksamen Zuhörens. Sharing Stories erforscht das Erzählen von Geschichten sowie das Zeichnen und das Veröffentlichen als künstlerische Mittel, um Austausch zu fördern – einerseits zwischen den Generationen und andererseits über Ländergrenzen hinweg.

In der ersten Ausgabe der Projektserie Sharing Stories arbeiteten wir im Oktober 2024 mit der Dogo Residenz und der Monterana Schule in Degersheim und in Lichtensteig zusammen. Die Fortsetzung des Projektes fand im September 2025 in Zusammenarbeit mit der lokalen Schule in Arasadzikh/i and mit dem Kunstraum SKLAD in Suchum/i statt. In beiden Regionen – Toggenburg und Abchasien1 wurden lokale Geschichten zwischen den ansässigen Familien, insbesondere deren Kindern, und den teilnehmenden Kunstschaffenden geteilt.

In Degersheim und Lichtensteig erstellten die Schulkinder mündliche und visuelle Dokumentationen unter Verwendung verschiedener Methoden wie Schreiben, Zeichnen und Tonaufnahmen. Das Resultat der ersten Phase mit den Kindern der Monterana-Schule wurde am 26. Oktober 2024 im Rathaus für Kultur in Lichtensteig präsentiert. Die mehrere Meter lange kollaborative Zeichnung wurde später am Artas Community Event im Kulturbüro Zürich ausgestellt, wo sie danach weiterhin zu sehen war, bis sie ihre Reise in Form von digitalen Scans nach Abchasien fortsetzte.

Da es den Kunstschaffenden mit Schweizer Pass nicht möglich war, nach Abchasien zu reisen, wurde das Projekt in den digitalen Raum erweitert. Diese äusseren Umstände verhinderten eine persönliche Zusammenarbeit der Künstler*innen während der zweiten Projektphase. Dies hatte erheblichen Einfluss auf den Prozess. Die Kunstschaffenden entwickelten diverse Strategien der Zusammenarbeit: Workshops wurden parallel durchgeführt, Material wurde ausgetauscht und wiederverwendet, die Kommunikation wurde intensiviert und auch der digitale Raum wurde eingenommen – durch die Gestaltung einer Webseite.

In der zweiten Phase wurden die künstlerischen Methoden – Schreiben, Zeichnen, Erstellen von Collagen, Zines und Tonaufnahmen – erweitert durch spezielle Drucktechniken und Videoaufnahmen. Diese Herangehensweisen wurden wiederum zur Erstellung mündlicher, visueller und akustischer Dokumentationen verwendet. Das entstandene Material wurde zusammen mit Briefen und kleinen Objekten zwischen den Kindern, jungen Menschen und den Künstler*innen in den beiden Regionen ausgetauscht, erkundet und als Grundlage für weitere künstlerische Arbeiten und grenzübergreifenden Austausch verwendet.

Das gesamte Projekt wurde schliesslich am 14. September 2025 im lokalen Kunstraum SKLAD in Suchum/i präsentiert und von einem grossen Publikum begeistert aufgenommen. Die Ausstellung umfasste eine Collage aus gescannten Fragmenten des ursprünglichen mehrere Meter langen Wandbildes aus dem Toggenburg, das als „Leinwand“ für die teilnehmenden Schulkinder diente und – inspiriert vom Namen des Dorfes Arasadzikh/i – als eine Art grosser Wasserfall ausgestellt wurde.

Ort und Jahr
Toggenburg, Lichtensteig und Arasadzikh/i, 2024–2025

Teilnehmende Kinder/Jugendliche 

Oktober 2024 (Monterana Schule, Degersheim)
Anna, Anouk, Arveen, Delia, Emma, Emma, Flavia, Gianna, Josine, Leandra, Leana, Lia, Lina, Loan, Loana, Louisa, Mira, Nael, Nayeli, Nela, Norah, Patrizia, Ronja, Ryuna, Valentin

September 2025 (Arasadzikh/i)
Shabat, Anna, Sofia, Illaria, Saida, Amanda, Bagrat, Akhmat, Milana, Saria, David, Said, Aynar, Murat, Victoria, Vlada, Saria, Naur, Sabina, Esnat, Daur, Valeria, Miranda, Madina, Mirana, Arinda, Kami

September 2025 (Monterana Schule, Degersheim)
Marina, Louisa, Luisa, Erina, Anna-Lia, Emma, Levio, Ryuna, Aien, Alex, Nina, Jan, Emma, Maira, Lina, Nala, Josine

Künstler*innen
Sara Berweger, Claudia Blum (2025), Salima Gerzmava, Maktina Gogiia, Henrik Hentschel (2025), Marcel Hörler, Sabina Kvarcheliya, Olivia Jaques, Lika Nüssli (2024), Alina Shamba, Mara Züst

Projektleitung
Olivia Jaques (artasfoundation, 2024–2025)
Elena Brülhart (artasfoundation, 2025)

Lokale Projektorganisation
Maura Kressig (Dogo Residenz, Oktober 2024)
Maktina Gogiia (Arasadzikh/i, September 2025)

Evaluation
Piyusha Sumanapala (artasfoundation, 2025)

Partnerorganisationen
Monterana Schule 
Arasadzikh/i Schule
Dogo Residenz 
SKLAD

Finanzieller Beitrag
Caritatis Stiftung
Ernst Göhner Stiftung
Temperatio Stiftung

¹artasfoundation betont, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.