Aktuell

Jour Fixe – Art in Conflict

18. September 2024, 17.15 Uhr CET 
Theaterhaus Gessnerallee, Gessnerallee 8, 8001 Zürich

Lesegruppe und Diskussion mit Cindy Horst, Forschungsprofessorin für Migrations- und Flüchtlingsstudien und Co-Direktorin des PRIO Centre on Culture, Conflict and Co-existence in Oslo

Die Diskussion wird jeweils auf Englisch geführt. Die Veranstaltung findet sowohl vor Ort in Zürich als auch über Zoom statt. Anmeldung für den Zoom-Link jeweils bis am Vortag per E-Mail

Die Veranstaltung ist Teil einer monatlichen Reihe, die das ZKF, eine gemeinsame Initiative von artasfoundation und ZHdK, durchführt. Wenn ihr über das Programm des Jour Fixe – Art in Conflict regelmässig informiert werden wollt, tragt euch bitte hier im Verteiler ein. 
 
Die weiteren Termine werden hier Ende Juni 2024 kommuniziert.

Art and Social Transformation Lab

Für seine erste internationale Aktivität im Living Room lädt die artasfoundation Künstler*innen, Kunstvermittelnde, Forschende und Kulturschaffende in einem Open Call zu einem siebentägigen Laboratorium zu Kunst und sozialer Transformation ein. Das Laboratorium ist als Lern- und Experimentierraum für 12 Teilnehmer konzipiert, die künstlerische Praktiken mit Einbezug von Gemeinschaften entwickeln und diese ermutigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich durch kreative Methoden mit Herausforderungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen. Um euch zu bewerben, folgt diesem Link.

Lab-Zeit:  6. – 12. August 2024 
Ort: Der Living Room – Arshakunyats 26, 0023, Jerewan 
Bewerbungsschluss: 30. Juni 2024; 23.59 Uhr CET
 

CAS Weiterbildungskurs Arts and International Cooperation

Der CAS Arts and International Cooperation bringt Fachleute aus der Kunstpraxis, Aktivistinnen und Aktivisten der Friedensförderung sowie Projektleiterinnen und Projektleiter von internationalen Organisationen zusammen. Anhand von theoretischen Konzepten und praktischen Übungen diskutieren die Teilnehmer*innen und tauschen sich gemeinsam mit erfahrenen Dozierenden aus. Zentrales Element des Kurses ist eine Studienreise zu aktuellen Kunstprojekten in fragilen Kontexten.
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Rundbrief

Aus dem aktuellen Rundbrief

Viele Weltgegenden werden von intensiven politischen, sozialen und humanitären Umwälzungen geprägt, darunter autoritäre Regime, Kriege, Konflikte und wirtschaftliche Ungleichheit. Diese Bedingungen zwingen Millionen von Menschen, darunter auch Künstler*innen, zur Migration und zur Suche nach Zuflucht in sichereren Regionen, wo sie sich der harten Realität, Geflüchtete zu sein, stellen müssen und zu Künstler*innen im Exil werden. Sie müssen ihre künstlerische Praxis in unbekannten kulturellen Kontexten neu definieren, während sie das Erlebte verarbeiten, das sie oftmals in ihre neuen Realitäten mitbringen.

Im Jahr 2023 luden wir sechs Künstler*innen im Exil zu einem Austausch und einer Zusammenarbeit in Zürich von jeweils drei Monaten ein. Dieses Jahr haben wir die Kunstresidenz Tbilisi Crossroads ins Leben gerufen. Das Projekt bringt 12 lokale und internationale in Georgien lebende Künstler*innen aus verschiedenen, möglicherweise miteinander in Konflikt stehenden Regionen zusammen, die sonst in parallelen Welten neben der lokalen Kulturszene leben und nur minimal miteinander interagieren.

Kunst im Exil ist ein Bereich, der besondere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit verdient – sowohl wissenschaftlich als auch in der Praxis. Er wirft viele Fragen auf: Welche Beziehungen pflegen Künstler*innen zu ihren Herkunftsländern und welche Rolle spielen vertriebene Künstler*innen in ihrem neuen Umfeld? Sprechen sie die gleiche Sprache? Erlaubt es ihnen die neue Umgebung, ihre künstlerische Praxis fortzusetzen oder führt die Veränderung zu einer inneren Krise und blockiert ihren künstlerischen Ausdruck? Spricht ihre Kunst die ästhetische Sprache, die das Publikum im neuen Kontext gewohnt ist? Haben sie Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten oder sind sie aus dem Kultur- und Kunstsystem ausgeschlossen? Dies sind Fragen, die wir bei artasfoundation mit verschiedenen Projekten weiter thematisch erforschen.

1artasfoundation betont, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.