Aktuell


Gesprächsreihe Art in Conflict
Gessnerallee Zürich 

Mittwoch, 16. September 2026, 17.30–19.00 CEST
Stall 6, Gessnerallee 6, Zürich & Zoom 
Live-Übertragung in die Mediathek der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel, Freilager-Platz 1, Münchenstein, 8. OG

Von Design zu Solidarität

Künstlerisches Schaffen in Krisengebieten ist mit komplexen Herausforderungen verbunden und wirft vielschichtige Fragen auf. In dieser Gesprächsreihe kommen unterschiedliche Akteur*innen zusammen und reflektieren ihre Erfahrungen. Dieses Mal mit Futuress (internationale Publikations- und Bildungsplattform an der Schnittstelle von sozialer Gerechtigkeit und Design) und Xaraxura (Community Space und Verlagskollektiv in Tbilisi)

Wie können Gestaltung und deren Ästhetik die Perspektiven verschieben und eine kritische Sichtweise auf bestehende Machtverhältnisse ermöglichen? Gestaltet Design die Realität oder gestaltet die Realität das Design? Ist jede gestalterische Entscheidung politisch, und wenn ja, welche Verantwortung tragen Designer*innen? Und wie entstehen durch Zusammenarbeit neue visuelle Sprachen, die Freundschaft, Solidarität und Widerstand mitdenken? Dieses Gespräch mit dem Kollektiv Futuress aus Deutschland/Schweiz und dem Kollektiv Xaraxura aus Tbilisi, Georgien widmet sich Design als kollektiver Praxis und fragt danach, wie Formen des Community-Publishing Wissen nicht nur vermitteln, sondern aktiv mitgestalten können.

Futuress wird beim Gespräch vor Ort anwesend sein und Xaraxura wird online zugeschaltet. 

Eine spontane Teilnahme vor Ort ist jederzeit möglich. Mit vorgängiger Anmeldung ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Eintritt frei. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Für die Veranstaltung am 16. September 2026 bitte hier anmelden!

Die Veranstaltung ist Teil einer monatlichen Reihe, die das ZKF – eine Initiative von artasfoundation und ZHdK – gemeinsam mit dem Theater Gessnerallee durchführt. Hier abonniert ihr das Programm von Art in Conflict und bleibt regelmässig informiert. 



Weitere Termine: 

21. Oktober 2026, 17.30 CEST
Die Macht des Storytellings
mit Maša Hilčišin und Tamar Yarom 

11. November 2026, 17.30 CET
ICH.KRIEG.DIE.KRISE – Jugendliche erzählen 
mit Simon Labhart und Markus Strobl und Jugendlichen des Theaterstücks ICH.KRIEG.DIE.KRISE

9. Dezember 2026, 17.30 CET
Wenn Information zur Waffe wird
mit !Mediengruppe Bitnik und Karena Avedissian

20. Januar 2027, 17.30 CET
Geteilte Worte – kollektives Schreiben 
mit Ulrike Ulrich und Sandra Hetzl

Neues Programm Gesprächsreihe Art in Conflict 

Im Herbst 2026 erwartet uns in der Gessnerallee Zürich ein dichtes Art-in-Conflict-Programm mit Gästen aus unseren Schwerpunktregionen Georgien und Armenien sowie mit Stimmen, die in öffentlichen Debatten oft fehlen: Erstmals nehmen Jugendliche als Expert*innen auf dem Podium Platz und sprechen über das Aufwachsen in einer Zeit von Krieg, Krise und gesellschaftlicher Verhärtung. Gemeinsam diskutieren wir Design als politische Praxis, Film als Medium des Erinnerns und Erzählens sowie Literatur als kollektive Form des Arbeitens und Verbindens. Im Zentrum stehen künstlerische Strategien, die Machtverhältnisse sichtbar machen, dominante Narrative herausfordern und Räume für Solidarität schaffen. Das drängende Thema von Krieg, Aufrüstung und Militarisierung zieht sich durch mehrere Gespräche – ebenso wie die Frage, wie wir uns als Kulturarbeitende in einer Zeit globaler Krisen positionieren und handeln können.

Meldet euch für den Art-in-Conflict-Newsletter an, um die monatlichen Einladungen zu erhalten. 
 


Living Room – Raum für Künstler*innen, Organisationen und Gemeinschaften

Der Living Room ist ein gemeinsamer Raum für vertriebene Gemeinschaften aus Bergkarabach, armenische Künstler*innen sowie internationale Kulturschaffende, die in verschiedenen Formen zusammenarbeiten. Neben den von artasfoundation organisierten Aktivitäten beherbergt der Raum auch andere Projekte, die einen Ort zum Arbeiten benötigen. Die Räumlichkeit ist für Kunstschaffende, Organisationen und Gemeinschaften zugänglich, die sich mit sozialer Transformation beschäftigen und einen Raum suchen zum Üben, Proben, Zusammenkommen, Austauschen, Aufführen oder einfach, um sich zu treffen.

Anfrage zur Raumbuchung 
 


 

Rundbrief

Aus dem aktuellen Rundbrief

Zweimal im Jahr versenden wir einen Rundbrief, um Einblick in unsere aktuellen Projekte zu geben. Auch diese Ausgabe bildet keine Ausnahme: Sie enthält Kunstwerke, Geschichten, Beziehungen und ein Gedicht. Unsere Rundbriefe greifen häufig offene oder schwierige Fragen auf, laden zum Handeln ein, enthalten Reflexionen über die Rolle von Kunst in der Friedensarbeit und gelegentlich auch eine Stellungnahme zu unserer politischen Positionierung im Kontext globaler Entwicklungen. Wir leben in einer von Gewalt geprägten Welt – trotz der Bemühungen von Millionen von Menschen, die sich in Gemeinschaften, Kollektiven, Institutionen, Aktivistengruppen, politischen Bewegungen und als Bürger*innen für den Frieden engagieren. Das Bild eines friedlichen Zusammenlebens ist brüchig und wird auf unterschiedlichen Ebenen herausgefordert. Wir möchten zusammenkommen, um dieses Bild aus seinen Fragmenten wieder zusammenzusetzen.

Wir laden euch herzlich ein, den 11.–13. Februar 2027 für Frontlines of Engagement: An Assembly on Art in a World Shaped by Conflict vorzumerken.
 
Die Konferenz bringt Künstler*innen, Forschende, Friedensakteur*innen und Entwicklungsorganisationen zusammen – darunter auch Teilnehmende aus konfliktbetroffenen Regionen –, um zu erkunden, wie Kunst innerhalb und jenseits von Grenzen wirkt. Sie schafft Raum – nicht für einfache Antworten, sondern dafür, die komplexen Beziehungen zwischen Kunst und Friedensarbeit nachzuzeichnen. So lässt sich erkunden, wie künstlerische Praktiken Beziehungen gestalten, sich mit ethischen Fragen auseinandersetzen und politische Wirkung über die Zeit hinweg entfalten. In Podiumsdiskussionen, Workshops, Präsentationen und kollektivem Austausch möchte Frontlines of Engagement Beziehungen und Wissensformen aufbauen, die uns helfen, konkrete Antworten auf die fragmentierte Welt von heute zu entwickeln.

Die Konferenz organisieren wir gemeinsam mit Artlink, der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und weiteren Partnern. Wir hoffen, ihr könnt Teil davon sein und freuen uns darauf, diesen Dialog zusammen mit euch zu führen.

1artasfoundation betont, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.