Aktuell

CAS Arts and International Cooperation 2021

Für den dritten Jahrgang des berufsbegleitenden Weiterbildungskurses mit neu überarbeitetem Curriculum konnte mit der syrischen Kulturmanagerin Rana Yazaji neben Dagmar Reichert eine neue Co-Direktorin gewonnen werden. Für das Thema Arts and International Cooperation: Collaborating in Fragile Contexts and in Processes of Peacebuilding setzt der Kurs seine Schwerpunkte einerseits auf die Zusammenarbeit zwischen Menschen aus dem Globalen Norden und dem Süden, andererseits auf das Verhältnis zwischen den Bedürfnissen von Kunstschaffenden und den Verfahrensweisen von Organisationen, die derartige Kunstprojekte mandatieren.

Die Anmeldefrist läuft noch bis zum 31. März 2021. Alle Informationen zum Kurs finden Sie hier.


Caucasus Analytical Digest

artasfoundation und ihre Projektpartner*innen setzen sich dafür ein, durch den Austausch von Ideen über Kunst und gemeinsame künstlerische Arbeit Erfahrungshorizonte zu erweitern, dadurch Meinungsvielfalt zu fördern und neue Impulse für die (Zivil-)Gesellschaft zu geben. In der aktuellen Ausgabe des Caucasus Analytical Digest über Arts in Society, die unsere Projektleiterin Sandra Frimmel als Special Editor herausgegeben hat, gehen einige unserer langjährigen Partner*innen anhand von Erfahrungsberichten und Selbstanalysen der Frage nach, wie sowohl Künstler*innen als auch neu gegründete Graswurzelinstitutionen den Austausch mit der sogenannten internationalen Kunstwelt suchen, ohne sich völlig von lokalen Traditionen und Ausgangsbedingungen abzuwenden. Reinlesen lohnt sich!

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Jour Fixe am Mittwoch 19. Mai 2021, 17.15 Uhr

Der kommende Jour Fixe wird eine Unterhaltung mit Leuten, die sich in der Vergangenheit dafür interessiert haben, auf die eine oder andere Weise mit artasfoundation zusammenzuarbeiten. Wir sind gespannt zu hören, wie ihr auf uns gestossen seid und was euch im Allgemeinen dazu motiviert, im Feld Kunst und Friedensförderung zu arbeiten. Wir freuen uns auf eure Fragen über artasfoundation.

Der Jour Fixe wird in einer hybriden Form stattfinden, sowohl in unserem Büro an der Lindenbachstrasse 21 in Zürich als auch im virtuellen Raum. Dies ist das erste Mal nach einer langen Zeit, dass wir uns – mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen – wieder persönlich treffen können. Falls ihr also in der Nähe seid, laden wir euch ausdrücklich ein, uns wieder an unserem Tisch zu treffen!

Jour Fixe am 19. Mai 2021, 17.15 Uhr:
Zoom Link

artasfoundation lädt Sie an jedem dritten Mittwoch des Monats zum Jour Fixe ein, um über laufende Projekte zu sprechen sowie über Fragen im Zusammenhang mit der Arbeit von artasfoundation oder zu politischen Entwicklungen in den Partnerländern. Seit der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie halten wir die Jour-Fixe-Meetings online per Zoom ab und können so die Chance nutzen, auch weiter entfernte Leute einzuladen. Die Diskussion wird je nach Teilnehmer auf Deutsch oder Englisch geführt.

Wenn Sie über das Programm des Jour Fixe monatlich informiert werden wollen, tragen Sie sich bitte hier im E-Mail-Verteiler ein.

Rundbrief

Aus dem aktuellen Rundbrief

Alles ist vorbereitet, die kalte Zeit ist zu Ende, nun kann es losgehen. Im Dorf Tawusch in Armenien hat Hermine ihren Garten bereit gemacht. Wir haben sie vor drei Wochen besucht, auch wir am Vorbereiten, am „Einfädeln“ für ein Tanzprojekt, das lange schon hätte beginnen sollen, und für einen Austausch unter Kunstlehrer*innen. Wie Hermine die Zukunft sieht, haben wir gefragt, nun nach dem blutigen Krieg mit Aserbaidschan. „Ich kann noch gar nicht denken“, meinte sie, „in meinem Kopf ist alles aufgewühlt. Und die Zukunft? Da ist für mich noch eine grosse Leere.“
In der Kleinstadt Berd nahe der Grenze zu Aserbaidschan beschreibt Armen Melikyan, der Lei
ter des örtlichen Kulturhauses, wie „jetzt in der Nachkriegsdepression“ das Interesse an Kunst gestiegen ist. „Die Eltern wollen für ihre Kindere etwas Aufbauendes, wir haben viel mehr Anfragen als sonst“, meint er. Die Einladung zu unserem Tanzprojekt kommt da gerade recht. Das ist auch die Erfahrung von Shoghakat Mlke Galstyan, mit der wir bereits in mehreren Projekten zusammengearbeitet haben und deren Kunstinitiative für geflüchtete Menschen aus Karabach wir unterstützt hatten, als die Grenzen coronabedingt für uns noch geschlossen waren. Shoghakat teilt auch unseren Wunsch, durch Kunstprojekte Feindbilder abzubauen, doch sie berichtet, wie schwierig dies derzeit ist: „Du solltest die Horrorbilder sehen, die gerade in den sozialen Medien verbreitet werden. Alle unsere Jugendlichen sehen sie und dann kommen wir und sagen, auf der anderen Seite der Grenze leben Menschen wie wir.“
Wie rasch es geht, zu zerstören und wie viel Zeit und Geduld es braucht, wieder zu heilen!

Liebe Freundinnen und Freunde der Stiftung, wir lassen uns davon nicht entmutigen. Wir be
richten euch von all den kleinen Schritten, die wir hierzu gerade unternehmen.

Vielen Dank für euer Interesse und die Unterstützung!


Das Team von
artasfoundation