Aktuell


Gesprächsreihe Art in Conflict
Gessnerallee Zürich 

Mittwoch, 25. März 2026, 17.30 – 19.00 CET
Stall 6, Gessnerallee 6, Zürich & Zoom 
Live-Übertragung in die Mediathek der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel, Freilager-Platz 1, Münchenstein, 8. OG

Zwischen Bildung und Kunst – Inspiration zur Selbstermächtigung 

mit Lera Lerner (Künstlerin, Kuratorin, Mediatorin, Gründerin vom Imaginary Museum of Displaced Persons), vor Ort anwesend, und Fairooz Tamimi (Autorin, Journalistin, Action for Hope), online zugeschaltet

Was kann Kunst in von Krisen betroffenen Regionen bewirken? Wie engagieren sich Kunstschaffende für menschliche Begegnung und friedliche Konfliktbearbeitung und was sind Bedingungen für diese Arbeit? Die Reihe Art in Conflict widmet sich grundlegenden Fragen der internationalen Friedensarbeit in einem Austausch mit unterschiedlichen Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen. In Form von Tischgesprächen mit jeweils zwei Gästen, werden spezifische Themen dieser Arbeit aufgegriffen, die sowohl auf praktischen Erfahrungen als auch auf theoretischen Überlegungen basieren. Die Gespräche werden moderiert vom Team der artasfoundation, der Schweizer Stiftung für Kunst in Konfliktregionen, die seit 2012 Kunstprojekte initiiert und organisiert. 

Die Idee von Bildung als Selbstermächtigung hat viel mit Konzepten sozial engagierter Kunst gemeinsam. Doch wie können Kunst und Bildung zusammenwirken, um Lernräume zu schaffen, die Menschen selbst gestalten können – jenseits von Kontrolle und Disziplinierung?
Lera Lerner, in St. Petersburg promovierte Pflanzengenetikerin, erprobt in Performances und Installationen „Zufall, Wunder, Intuition und Liebe“ als Wege zu spontaner Kommunikation im öffentlichen Raum. Fairooz Tamimi ist Autorin, Kulturmanagerin und Geschäftsführerin von Action For Hope. Diese initiiert kulturelle Projekte, die auf soziale, kulturelle und psychologische Bedürfnisse von notleidenden und vertriebenen Gemeinschaften in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) sowie in Europa eingehen.

Eine spontane Teilnahme vor Ort ist jederzeit möglich. Mit vorgängiger Anmeldung ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Eintritt frei. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Für die Veranstaltung am 25. März 2026 bitte hier anmelden!

Die Veranstaltung ist Teil einer monatlichen Reihe, die das ZKF – eine Initiative von artasfoundation und ZHdK – gemeinsam mit dem Theater Gessnerallee durchführt. Hier abonniert ihr das Programm von Art in Conflict und bleibt regelmässig informiert. 



Weitere Termine: 

Mittwoch, 22. April 2026, 17.30 Uhr
Räume des Möglichen in der künstlerischen Konflikttransformation
mit Maja Leo und Tinatin Gurgenidze 

Mittwoch, 10. Juni 2026, 17.30 Uhr
Zugehörigkeit, Verlust und die Sprache der Kunst
mit Vida Rucli und Fazil On Yu 

Art in Conflict – Practice #2

Workshop mit Lera Lerner:
Ein kollaboratives Kochbuch mit Pflanzen vom Labyrinthplatz und aus der Umgebung

Sonntag, 22. März 2026, 12.00–17.00 CET

in Kooperation mit dem Labyrinthplatz Zürich

Art in Conflict – Practice ist ein Spin-off der Art-in-Conflict-Gesprächsreihe, in dem die dort reflektierten Ansätze praktisch angewandt werden.

Lera Lerner ist eine in St. Petersburg geborene und nun in Paris lebende Künstlerin und Kuratorin, mit einem PhD in Pflanzengenetik. Im Workshop wird sie mit dem Ansatz der „sociopoetic art“ arbeiten, einer Kunstform, die Inklusion und gegenseitiges Lernen fördert. Gemeinsam werden wir die Pflanzenwelt rund um den Labyrinthplatz (Kaserne Zürich) erkunden und daraus kollaborativ Rezepte entwickeln, die wir mit einfachen Drucktechniken in einem selbst gestalteten Zine festhalten. 

  • Datum: Sonntag, 22. März 2026, 12.00 – 17.00 CET
  • Treffpunkt: Labyrinthplatz Zürich, Zeughaushof, Kanonengasse 16, 8004 Zürich
  • Sprache: Der Workshop findet auf Englisch statt.
  • Kosten: Kostenfrei. Teilnehmende, die es sich leisten können, sind eingeladen, einen Beitrag von CHF 25 (regulär) oder CHF 50 (inkl. Solidaritätsbeitrag für Personen, die sich die Teilnahme nicht leisten können) zu zahlen.
  • Anmeldung: bitte bis 13. März 2026 an mara.zuest@artasfoundation.ch


Art in Conflict – Practice #3

Unsichtbare Geschichten sichtbar machen – das filmische Schaffen von Nicole Vögele

20. Mai 2026, Screening um 17.30 Uhr, anschliessend findet um 20.15 Uhr ein Gespräch mit der unabhängigen Filmemacherin und Journalistin Nicole Vögele statt

Art in Conflict – Practice ist ein Spin-off der Art-in-Conflict-Gesprächsreihe, in dem die dort reflektierten Ansätze praktisch angewandt werden.

THE LANDSCAPE AND THE FURY (Schweiz 2024, 138 min) entstand in Ravnice im Nordwesten Bosniens, wo noch immer Minen aus dem Bosnienkrieg liegen und eine europäische Aussengrenze verläuft. Inmitten dieser Landschaft herrscht dennoch die Normalität des Alltags und eine gelebte Solidarität zwischen den Bewohner*innen. Doch wie lässt sich die absurde Geschichte der 932 Kilometer langen EU-Aussengrenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina erzählen? Und wie findet man Bilder für eine Gewalt, die sich gerade durch ihre Unsichtbarkeit ausdrückt entlang einer scheinbar endlos grünen Grenze? Nicole Vögele hat nach eigenen Worten ein „Kaleidoskop des Schmerzes in den raschelnden Blättern“ gesucht um „diesen Fleck Erde, diesen Fleck Weltenseele filmisch zu ertasten“.

Nicole Vögele, THE LANDSCAPE AND THE FURY, Schweiz 2024, 138 min, Sprachen: Bosnisch, Dari, Farsi, Kurdisch, Sorani, Punjabi; Untertitelung: Englisch

Eine spontane Teilnahme vor Ort ist jederzeit möglich. Mit vorgängiger Anmeldung ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Eintritt frei. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Für die Veranstaltung am 20. Mai bitte hier anmelden!
 

Rundbrief

Aus dem aktuellen Rundbrief

Die Herbstsaison war für das Team der artasfoundation, die mitwirkenden Künstler*innen und unsere regionalen Partner*innen sehr intensiv. Unsere Projekte fanden in den vergangenen Monaten in verschiedenen Regionen statt. Während in diesem Rundbrief nur einige davon vorgestellt werden, werdet ihr in der nächsten Frühlingsausgabe über weitere Projekte lesen. Wie viele von euch versuchen auch wir, uns in einer von Konflikten und Ungleichheit geprägten Welt nicht der Resignation hinzugeben – nicht indem wir wegsehen, sondern indem wir uns engagieren und sichere Räume schaffen, in denen Menschen selbstbestimmt handeln können.


Wir möchten euch zu einer kleinen Übung einladen. Nehmt ein Blatt Papier und einen Stift. Schliesst eure Augen und blickt auf eure persönliche Geschichte zurück. Erinnert euch an drei Momente, die euch zu dem Menschen gemacht haben, der ihr heute seid – der Mensch, der diesen Text liest. Es brauchen keine grossen oder für andere sichtbare Momente zu sein: es sollten konkrete eigene Erlebnisse sein, keine Ideen oder Ereignisse, die für die ganze Welt oder ein ganzes Land von Bedeutung waren – vielleicht ein Buch, ein Gespräch, ein Satz, den euch jemand gesagt hat, ein Anfang oder ein Ende. Schreibt sie auf – nur drei. Betrachtet nun eure Liste. Höchstwahrscheinlich sind diese Momente kleine Begebenheiten, vielleicht damals unbemerkt, aus der Distanz jedoch mit sichtbar tiefem Einfluss auf euch. So verstehen wir auch unsere Projekte. Gemeinsam mit Menschen in Berg- oder Grenzdörfern, Städten oder Nachkriegssituationen schaffen wir solche Momente – scheinbar bescheiden, aber leise transformierend.

1artasfoundation betont, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.