Aktuell

Gesprächsreihe Art in Conflict
Gessnerallee Zürich
Mittwoch, 22. April 2026, 17.30 – 19.00 CET
Stall 6, Gessnerallee 6, Zürich & Zoom
Live-Übertragung in die Mediathek der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel, Freilager-Platz 1, Münchenstein, 8. OG
Räume des Möglichen in der künstlerischen Konflikttransformation
mit Maja Leo (Spezialistin für Kunst in Prozessen der Konflikttransformation, Beraterin bei der Berghof Foundation), vor Ort anwesend, und Tinatin Gurgenidze (Stadtforscherin, Dozentin, Kuratorin, Tbilisi Architecture Biennial), online zugeschaltet
Was kann Kunst in von Krisen betroffenen Regionen bewirken? Wie engagieren sich Kunstschaffende für menschliche Begegnung und friedliche Konfliktbearbeitung und was sind Bedingungen für diese Arbeit? Die Reihe Art in Conflict widmet sich grundlegenden Fragen der internationalen Friedensarbeit in einem Austausch mit unterschiedlichen Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen. In Form von Tischgesprächen mit jeweils zwei Gästen, werden spezifische Themen dieser Arbeit aufgegriffen, die sowohl auf praktischen Erfahrungen als auch auf theoretischen Überlegungen basieren. Die Gespräche werden moderiert vom Team der artasfoundation, der Schweizer Stiftung für Kunst in Konfliktregionen, die seit 2012 Kunstprojekte initiiert und organisiert.
Gewalt entsteht oft dort, wo Territorien mit Machtansprüchen besetzt werden. Doch Räume können auch so gestaltet werden, dass sie Verständigung und Wandel ermög-lichen. Welche Art von Raum braucht es, damit Konflikttransformation gelingen kann? Und wie können städtische Räume den Austausch zwischen unterschiedlichen Ak-teur*innen fördern – als Orte, an denen kritische Diskurse und gemeinsames Handeln entstehen?
Die Künstlerin und Beraterin Maja Leo mit einem Hintergrund in Theater und in partizipativen künstlerischen Praktiken und die Stadtforscherin Tinatin Gurgenidze Mitinitiatorin des Projekts Researching Common Territories, sprechen darüber, wie künstlerische, räumliche und soziale Prozesse zusammenwirken können, um Räume zu öffnen, in denen Differenz nicht trennt, sondern zum Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen wird.
Eine spontane Teilnahme vor Ort ist jederzeit möglich. Mit vorgängiger Anmeldung ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Eintritt frei. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Für die Veranstaltung am 22. April 2026 bitte hier anmelden!
Die Veranstaltung ist Teil einer monatlichen Reihe, die das ZKF – eine Initiative von artasfoundation und ZHdK – gemeinsam mit dem Theater Gessnerallee durchführt. Hier abonniert ihr das Programm von Art in Conflict und bleibt regelmässig informiert.
Weitere Termine:
Mittwoch, 10. Juni 2026, 17.30 Uhr
Zugehörigkeit, Verlust und die Sprache der Kunst
mit Vida Rucli und Fazil On Yu
Art in Conflict – Practice #3
Unsichtbare Geschichten sichtbar machen – das filmische Schaffen von Nicole Vögele
20. Mai 2026, Screening um 17.30 Uhr, anschliessend findet um 20.15 Uhr ein Gespräch mit der unabhängigen Filmemacherin und Journalistin Nicole Vögele statt
Art in Conflict – Practice ist ein Spin-off der Art-in-Conflict-Gesprächsreihe, in dem die dort reflektierten Ansätze praktisch angewandt werden.
THE LANDSCAPE AND THE FURY (Schweiz 2024, 138 min) entstand in Ravnice im Nordwesten Bosniens, wo noch immer Minen aus dem Bosnienkrieg liegen und eine europäische Aussengrenze verläuft. Inmitten dieser Landschaft herrscht dennoch die Normalität des Alltags und eine gelebte Solidarität zwischen den Bewohner*innen. Doch wie lässt sich die absurde Geschichte der 932 Kilometer langen EU-Aussengrenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina erzählen? Und wie findet man Bilder für eine Gewalt, die sich gerade durch ihre Unsichtbarkeit ausdrückt entlang einer scheinbar endlos grünen Grenze? Nicole Vögele hat nach eigenen Worten ein „Kaleidoskop des Schmerzes in den raschelnden Blättern“ gesucht um „diesen Fleck Erde, diesen Fleck Weltenseele filmisch zu ertasten“.
Nicole Vögele, THE LANDSCAPE AND THE FURY, Schweiz 2024, 138 min, Sprachen: Bosnisch, Dari, Farsi, Kurdisch, Sorani, Punjabi; Untertitelung: Englisch
Eine spontane Teilnahme vor Ort ist jederzeit möglich. Mit vorgängiger Anmeldung ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Eintritt frei. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Für die Veranstaltung am 20. Mai bitte hier anmelden!


Living Room – Raum für Künstler*innen, Organisationen und Gemeinschaften
Der Living Room ist ein gemeinsamer Raum für vertriebene Gemeinschaften aus Bergkarabach, armenische Künstler*innen sowie internationale Kulturschaffende, die in verschiedenen Formen zusammenarbeiten. Neben den von artasfoundation organisierten Aktivitäten beherbergt der Raum auch andere Projekte, die einen Ort zum Arbeiten benötigen. Die Räumlichkeit ist für Kunstschaffende, Organisationen und Gemeinschaften zugänglich, die sich mit sozialer Transformation beschäftigen und einen Raum suchen zum Üben, Proben, Zusammenkommen, Austauschen, Aufführen oder einfach, um sich zu treffen.
Rundbrief
Aus dem aktuellen Rundbrief
Die Herbstsaison war für das Team der artasfoundation, die mitwirkenden Künstler*innen und unsere regionalen Partner*innen sehr intensiv. Unsere Projekte fanden in den vergangenen Monaten in verschiedenen Regionen statt. Während in diesem Rundbrief nur einige davon vorgestellt werden, werdet ihr in der nächsten Frühlingsausgabe über weitere Projekte lesen. Wie viele von euch versuchen auch wir, uns in einer von Konflikten und Ungleichheit geprägten Welt nicht der Resignation hinzugeben – nicht indem wir wegsehen, sondern indem wir uns engagieren und sichere Räume schaffen, in denen Menschen selbstbestimmt handeln können.
Wir möchten euch zu einer kleinen Übung einladen. Nehmt ein Blatt Papier und einen Stift. Schliesst eure Augen und blickt auf eure persönliche Geschichte zurück. Erinnert euch an drei Momente, die euch zu dem Menschen gemacht haben, der ihr heute seid – der Mensch, der diesen Text liest. Es brauchen keine grossen oder für andere sichtbare Momente zu sein: es sollten konkrete eigene Erlebnisse sein, keine Ideen oder Ereignisse, die für die ganze Welt oder ein ganzes Land von Bedeutung waren – vielleicht ein Buch, ein Gespräch, ein Satz, den euch jemand gesagt hat, ein Anfang oder ein Ende. Schreibt sie auf – nur drei. Betrachtet nun eure Liste. Höchstwahrscheinlich sind diese Momente kleine Begebenheiten, vielleicht damals unbemerkt, aus der Distanz jedoch mit sichtbar tiefem Einfluss auf euch. So verstehen wir auch unsere Projekte. Gemeinsam mit Menschen in Berg- oder Grenzdörfern, Städten oder Nachkriegssituationen schaffen wir solche Momente – scheinbar bescheiden, aber leise transformierend.
Archiv Rundbriefe
Rundbrief Oktober 2025
Rundbrief Mai 2025
Rundbrief Oktober 2024
Rundbrief Mai 2024
Rundbrief November 2023
Rundbrief Mai 2023
Rundbrief November 2022
Rundbrief Mai 2022
Rundbrief November 2021
Rundbrief Mai 2021
Rundbrief November 2020
Rundbrief April 2020
Rundbrief November 2019
Rundbrief Mai 2019
Rundbrief Oktober 2018
Rundbrief Mai 2018
Rundbrief November 2017
Rundbrief Mai 2017
Rundbrief November 2016
Rundbrief Mai 2016
Rundbrief November 2015
Rundbrief Mai 2015
1artasfoundation betont, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.