Kunst in internationaler Zusammenarbeit
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Art in Conflict – Gesprächsreihe

Was kann Kunst in kriegsbetroffenen Regionen bewirken? Wie engagieren sich Kunstschaffende für die Wahrung menschlicher Würde, für neue Begegnungsmöglichkeiten und für friedliche Konfliktbearbeitung? artasfoundation wird immer wieder mit grundlegenden Fragen konfrontiert, die in der Gesprächsreihe Art in Conflict in einem grösseren Kreis zur Diskussion gestellt werden. Jede Veranstaltung hat die Form eines Tischgesprächs mit einem konkreten Thema. Expert*innen, die für Kunstinitiativen in Konfliktregionen tätig sind oder darüber publiziert haben, geben mit einer kurzen Präsentation oder einem Text den Impuls für den Austausch. 

Die Gesprächsreihe ist aus der monatlichen Veranstaltung Jour Fixe hervorgegangen, die artasfoundation seit 2012 durchführt – während der ersten zwölf Jahre jeweils in den Büroräumlichkeiten der Stiftung. 

Die Gespräche finden auf Englisch statt. Die Veranstaltungen werden in Zürich im Theaterhaus Gessnerallee durchgeführt und sind auch live über Zoom zugänglich. Das Gespräch wird zusätzlich jeweils live in die Mediathek der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel gestreamt. 

Art in Conflict wird von der ZKF in Zusammenarbeit mit der Gessnerallee organisiert. Die ZKF ist eine gemeinsame Initiative von artasfoundation und der ZHdK 

Das aktuelle Programm findet ihr hier

Wenn ihr regelmässig über das Programm der Diskussionsreihe informiert werden möchtet, meldet euch hier für unsere Einladungsliste an.

 

Art in Conflict – Gesprächsreihe 2025–2026

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GIF: Ingo Giezendanner

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Zeichnung: Samrat Banerjee

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Zeichnung: Anna und Vitalii Cherepanovy

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Zeichnung: Anna Cherepanova

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Zeichnung: Pumamimicomix

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Zeichnung: Pumamimicomix

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Flyer Art in Conflict Herbstsemester 2025–26

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Flyer Art in Conflict Frühlingssemester 2026

Kunst in der Konflikttransformation beginnt oft im Kleinen, im vertrauten Kreis von Künstler*innen, in der Begegnung mit einer Gemeinschaft, sei es eine Schule oder ein anderer Ort, an dem Menschen sich begegnen. Das heisst jedoch nicht, dass diese Arbeit nicht auch von der (ideellen) Unterstützung unzähliger Verbündeter getragen wird. Die Gesprächsreihe Art in Conflict greift diesen Gedanken auf: Das Team der artasfoundation initiiert einen Austausch, in dem verschiedene Haltungen und Arbeitsweisen im erweiterten Feld der künstlerisch-sozial engagierten Praxis aufeinandertreffen.

Mit Fachpersonen wie Abdullah Alkafri, Chimène Costa oder Tiffany Fairey diskutierten wir über Friedensarbeit in den darstellenden Künsten oder in der Fotografie und zeigten an Beispielen aus Syrien, Serbien, Kolumbien, Mosambik, Armenien oder China, wie Kunst weltweit Räume für Dialog, Widerstand und neue Perspektiven eröffnet. Den Anfang machten im September 2025 Jennifer Steiner vom WAV Recherchekollektiv und Sozialanthropologin Kübra Zeynep Sarıaslan mit einem Gespräch über Initiativen an Europas Grenzen. 

Wie lässt sich in einer von kolonialem Erbe geprägten Welt ein offenerer Austausch gestalten, etwa mit Tanz oder Literatur? Wie kann kollaboratives Fotografieren aussehen? Welche Strategien sind möglich, wenn Visaverfahren die Projektarbeit erschweren? Und wie kann Kunst in einem Geflüchtetenlager oder in der Mediation mit Konfliktparteien Hoffnung und Handlungsspielräume eröffnen? Was ist das Potenzial digitaler Austauschformate? Und welche Erfahrungen helfen im Umgang mit Behörden? Diese Themen sowie Einblicke in Projekte aus Bangladesch, Georgien und China beschäftigten uns bei Art in Conflict seit Herbst 2025. 

Neu wurden die monatlichen Gespräche vom Theater Gessnerallee auch live in die Mediathek der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel übertragen – und natürlich weiterhin auf Zoom. Seit Anfang 2026 wird Art in Conflict durch wechselnde Gäste vor Ort künstlerisch dokumentiert.
 

Ort und Jahr
Zürich und online, 2025–2026

Projektleitung, Programmation 
Mara Züst (artasfoundation)
Claudia Barth (artasfoundation)
Bettina Ganz (ZHdK)

Partnerorganisationen
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Dossier Internationales
Theater Gessnerallee
Mediathek der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel

Gäste
Das artasfoundation-Team, Jennifer Steiner (WAV Research Collective), Kübra Zeynep Sarıaslan, Abdullah Lkafri (Ettijahat), Milan Vračar (Kulturanova), Dijana Rojas, Chimène Costa, Sadia Marium, Tiffany Fairey, Vigen Galstyan, Yifei Chen, Roberto Hacaturyan (artlink), Lera Lerner, Fairooz Tamimi (Action for Hope), Maja Leo (Berghof Foundation), Tinatin Gurgenidze, Vida Rucli, Fazil On Yu

Finanzieller Beitrag
Pro Helvetia
Migros-Kulturprozent
Kanton Zürich

Art in Conflict – Gesprächsreihe 2024–2025

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Foto: Claudia Barth

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Foto: Theresa Ackermann
 

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Claudia Barth

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Theresa Ackermann

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Illustration: Pumamimicomix

In einer Ecke des ehemaligen Pferdestalls der Gessnerallee in Zürich versammelt sich regelmässig eine kleine Gruppe Menschen, um über sozial engagiertes künstlerisches Arbeiten nachzudenken. Seit September 2024 hat artasfoundation die Gesprächsreihe Art in Conflict (zuvor Jour Fixe) durch eine Zusammenarbeit mit dem Theater Gessnerallee erweitert. 

Die Veranstaltung mit der Künstlerin Diala Brisly und der Forscherin Cindy Horst am 18. September 2024 war die erste in diesem neuen Zyklus. Bei einem online-Vorbereitungsgespräch schilderte Diala Erlebnisse, die verdeutlichen, wie kraftvoll künstlerische Arbeit sein kann – zum Beispiel als ein verstummtes Kind nach einem Workshop in einem Flüchtlingslager wieder zu sprechen begonnen hatte. Cindy betonte, dass der Aufbau von Vertrauen und Gemeinschaften durch staatliche Institutionen zunehmend vernachlässigt werde – zugunsten einer fortschreitenden Militarisierung. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, bringen wir solche Themen in Art in Conflict auf den Tisch. Diala und Cindy teilten mit dem Publikum, dass ihre Zusammenarbeit einen kontinuierlichen und tiefgreifenden Lernprozess ins Rollen gebracht hatte – als Forscherin im Austausch mit einer Künstlerin, als Künstlerin im Austausch mit einer Gemeinschaft, als Menschen im Dialog mit anderen Menschen.

Der Abend im Februar 2025 trug den Titel Voices of Culture in Times of Upheaval. Wir hörten Künstler*innen, die mit ihren Arbeiten von gewaltvollen Umbrüchen erzählten und davon, was es bedeutet, aus dem Exil heraus zu agieren. Im Austausch mit den Teilnehmenden sprachen Snow Hnin Ei Hlaing, Enas Ismail und Liwaa Yazji aber auch über unermüdliche Proteste und internationale Solidarität.

So wird die kleine Versammlung zwischen eisernen Futterschenken zu einem relevanten Zusammenkommen von Menschen, die in der Zeit von sich intensivierenden Kriegen und chauvinistischer Politik die Hoffnung nicht aufgeben, dass Kunst Impulse für soziale Transformation und Gerechtigkeit liefern kann, unter anderem indem sie solidarische Verbindungen schafft und Utopien wagt.

Ort und Jahr
Zürich und online, 2024–2025

Projektleitung, Programmation 
Mara Züst (artasfoundation)
Claudia Barth (artasfoundation)
Bettina Ganz (ZHdK)

Partnerorganisationen
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Dossier Internationales
Theater Gessnerallee

Gäste
Das artasfoundation-Team, Cindy Horst (PRIO Institute), Diala Brisly, Shebli Albau, Lena Saade Gebran (USEK’S University, Lebanon), Markus Gerber (ZHdK), Robert Bachmann (Public Eye, Schweiz), Dana Caspersen, Snow Hnin Ei Hlaing, Enas Ismail, Liwaa Yazji, Zaal Andronikashvili (Leibniz-Zentrum Literatur- und Kulturforschung), Norbert Rütsche (Schweizer Botschaft Georgien), Sonja Schiffers (Heinrich Böll Stiftung), Stas Shärifullà, Vera Ryser (Das Wandbild muss weg!), Asida Butba (SKLAD), Iman Aoun, Toni Shapiro-Phim (Brandeis Universität)

Finanzieller Beitrag
Pro Helvetia

Jour Fixe – Art in Conflict 2023–2024

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Foto: Theresa Ackermann

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Foto: Theresa Ackermann

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Foto: artasfoundation 

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Foto: Dagmar Reichert

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Foto: Olivia Jaques

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Foto: Maja Leo

Bei unserer Arbeit in der Stiftung artasfoundation werden wir immer wieder mit grundlegenden Fragen in Bezug auf unsere Arbeit konfrontiert wie: Wie verhalten wir uns achtsam in einer von Konflikten geprägten Gesellschaft? Welche Rolle kann Kunst bei der Friedensförderung spielen? Was sind die spezifischen Qualitäten von Kunst in Krisengebieten und wo ist die Grenze des Machbaren? Um diese und andere Fragen zu diskutieren, lädt euch das Zentrum für Kunst und Friedensförderung ZKF – eine gemeinsame Initiative von artasfoundation und der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK – zur neuen Veranstaltungsreihe Jour Fixe – Art in Conflict ein. Jede Veranstaltung geht von einer Fragestellung aus, die entweder in einem Inputreferat mit konkreten Ansätzen zu Kunst und Friedensförderung erörtert wird oder die den Grundstein für einen Text legt, den die Teilnehmer*innen individuell vorbereiten und mit geladenen Expert*innen – oder auch den Autor*innen selbst – diskutieren. 

Ort und Jahr
Zürich und online, 2023–2024

Projektleitung, Programmation 
Mara Züst (artasfoundation)
Claudia Barth (artasfoundation)
Bettina Ganz (ZHdK)

Partnerorganisationen
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Dossier Internationales

Gäste
Das artasfoundation-Team, Giorgi Rodionov, Dana Landau (swisspeace), Dagmar Reichert (Stiftungsrätin artasfoundation), Tim Zulauf, Karin Griese (medica mondiale), Alison Phipps and Tawona Ganyamatopé Sitholé (University of Glasgow), Rada Leu und Jörg Scheller (ZHdK), Bojana Cvejić, Ana Vujanović (Universtität der Künste Berlin), Meinrad Schade, Gillian Howell (University of Melbourne)