Kunst in internationaler Zusammenarbeit
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Art in Conflict – Practice

Mit Art in Conflict – Practice haben wir unsere Gesprächsreihe um ein praxisorientiertes Format erweitert. Gemeinsam mit Künstler*innen, Denker*innen und Aktivist*innen entstehen Workshops, Lesungen, Screenings und weitere Formate des Austauschs. Im Zentrum steht das gemeinsame Tun – die Vertiefung, Begegnung und das Verständnis globaler Perspektiven. Dabei werden künstlerische Methoden in (Post-)Konfliktkontexten erprobt und diskutiert. Wir stellen Fragen wie: Wie kann ein Raum aussehen, in dem Methoden geteilt, Beziehungen vertieft und neue Allianzen geknüpft werden? Wie lässt sich Vertrauen über Räume und Realitäten hinweg aufbauen? Welche Formen braucht eine solidarische Kunstpraxis heute?

 

Art in Conflict – Practice #3 – Unsichtbare Geschichten sichtbar machen

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Foto: Stefan Sick

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Foto: Sandra Suter 

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Foto: Sandra Suter 

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Zeichung: Nastasia Louveau

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Zeichung: Nastasia Louveau

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Zeichung: Nastasia Louveau

Video: Sandra Suter

Filmscreening und Gespräch: Unsichtbare Geschichten sichtbar machen – Das filmische Schaffen von Nicole Vögele

Mit der Vorführung von Landscape and the Fury von Nicole Vögele fand am 20. Mai 2026 erstmals ein filmisches Format innerhalb der Reihe Art in Conflict – Practice statt. Entstanden ist der Film in Ravnice im Nordwesten Bosniens – einer Region, in der bis heute Minen aus dem Bosnienkrieg verborgen liegen und zugleich eine europäische Aussengrenze verläuft. Trotz dieser historischen und politischen Verdichtung sind es die Normalität des Alltags und eine gelebte Solidarität, die den Ort prägen. Nicole Vögele begleitete die Vorführung und lud dazu ein, den Film mit einer zentralen Frage im Hinterkopf zu betrachten: „Was ist eigentlich eine Grenze?“ Der Film wurde sowohl vor Ort in der Gessnerallee gezeigt als auch parallel online gestreamt.

Im Anschluss waren die Teilnehmer*innen zu einem 7-minütigen „automatic writing“ eingeladen, einem individuellen Schreiben ohne Vorgaben, bei dem alles entstehen durfte, was gerade aus der Feder floss. Danach wurde jeweils ein Wort mit der Gruppe geteilt: Landschaft, Wald, Drohne, Narbe, Wald, Dunkelheit, Lärm, Wummern, Stille – und immer wieder: Wald… 

Auf eindrückliche Weise wurde erfahrbar, was Kunst vermag: Sie kann Schichten der Wahrnehmung berühren, die sonst nur schwer zugänglich sind. Mit ihrem Film führte Nicole Vögele die Teilnehmer*innen in einen sensorischen Erfahrungsraum und holte sie auf körperlicher, atmosphärischer und unterbewusster Ebene ab – eine Qualität, die dem Slow Cinema eigen ist. Das gemeinsame Erleben des Films zeigte exemplarisch, wie Kunst, Aktivismus und soziales Engagement zusammenwirken können, ohne ihre jeweiligen Ansätze und Wirkungsweisen aufzugeben. Die Frage danach, was Kunst bewirken kann, blieb nicht abstrakt, sondern wurde für jede*n Einzelne*n unmittelbar und körperlich erfahrbar.

 

Ort und Jahr
Zürich, 2026

Projektleitung
Claudia Barth (artasfoundation)
Mara Züst (artasfoundation)

Künstlerische Dokumentation
Nastasia Louveau

Partnerorganisationen
Gessnerallee Zürich
Beauvoir Films
Mediathek HGK Basel FHNW

Finanzieller Beitrag
Kanton Zürich
Migros Kulturprozent

Art in Conflict – Practice #2 – Ein kollaboratives Kochbuch mit Pflanzen vom Labyrinthplatz

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Sandra Suter

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Foto: Wangqing Li

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Foto: Wangqing Li

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Foto: Wangqing Li

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Foto: Wangqing Li

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Foto: artasfoundation

Ein sonniger Sonntag Nachmittag im März 2026 in Zürich: 13 Personen, die meisten mit künstlerischer Praxis, versammelten sich beim Labyrinthplatz Zürich – einem über 30 Jahre alten feministischen Projekt. Der Ort versteht sich selbst als „Ort der Besinnung, als Neuorientierung in der Gegenwart, als Kulturmuster für Umgangs- und Begegnungsformen im öffentlichen Raum“. Hier teilte Lera Lerner, Künstlerin und Kuratorin mit sozial engagiertem Ansatz, aus St. Petersburg nach Paris emigriert, ihr Wissen als promovierte Pflanzengenetikerin. Nach einigen einführenden Worten von Mara Züst übernahm Lera Lerner mit Ausführungen zu den am Labyrinthplatz heimischen Pflanzen. Dabei erzählte sie immer wieder von ihrer künstlerischen Arbeit jenseits institutioneller Logiken – und von den damit verbundenen Freiheiten und Einschränkungen.

Die Teilnehmer*innen zeigten sich als engagierte Schülerinnen: Es wurde gezeichnet und notiert, gelacht und sich ausgetauscht – im Ganzen, aber auch in informellen Gesprächen. So entstand ein Netz aus Wissen und Erfahrung, das die Teilnehmer*innen über Regionen und Generationen hinweg verbindet.
 

Ort und Jahr
Zürich, 2026

Teilnehmende
Meskerem Alaro, Nadja Baldini, Marilin Brun, Suzanne Dietler, Niculin Geer, Krispin Heé, Zuni Saule Jaques, Simone Koller, Wangqing Li, Corinna Mattner, Emanuelle Rapin, Molly Roškar, Malu Valerio,

Workshop-Leitung
Lera Lerner

Projektleitung
Mara Züst (artasfoundation) mit Unterstützung von 
Sandra Suter (artasfoundation)

Partnerorganisation
Labyrinthplatz Zürich

Finanzieller Beitrag
Kanton Zürich
Migros Kulturprozent

Art in Conflict – Practice #1 – Connecting Communities & Cultures

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Foto: Christian Bechtiger

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Foto: Christian Bechtiger

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Foto: Claudia Barth

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Foto: Claudia Barth

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Foto: Claudia Barth

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Foto: Claudia Barth

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Foto: Claudia Barth

Vom 28. November bis zum 30. November 2025 fand zum ersten Mal unser neues Praxis Format Art in Conflict – Practice in Zürich statt. 19 Menschen aus Theater, Tanz, Musik und Community-Arbeit haben sich im Maxim Theater getroffen, um unter der Leitung der Künstlerin Chimène Costa verschiedene künstlerische Methoden der sozial engagierten Kunst zu erproben. Anhand der eigenen Geschichten spielte die Gruppe die offenen Methoden des Psychodramas, storytelling, body awareness, Playback-Theater und Augusto Boals Theater der Unterdrückten durch und tauschte sich über ihre Erfahrungen in der Arbeit mit fragilen Gemeinschaften aus.

Anhand verschiedenster Lieder und Rhythmen, die sich die Teilnehmenden gegenseitig beibrachten, wagten sie eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Kultur“: Was bringen wir mit? Was ist im Raum vorhanden? Was geht vergessen? Woran knüpfen wir an?

Das Teilen von Geschichten, der Austausch von Erfahrungen, sich zu öffnen sowie Fragilität und Verletzlichkeit zuzulassen – all dies trug dazu bei, dass Verbindungen entstanden und Verständnis zwischen den Menschen im Raum wachsen konnte. So wurde erfahrbar, wie Vertrauen entsteht und den Boden für Zusammenarbeit und Veränderung bereitet, um gemeinsam etwas zu bewegen. Doch – und das zeigte sich immer wieder – dafür braucht es Zeit und Präsenz. Art in Conflict – Practice schafft Raum, in dem eine Gemeinschaft sozial engagierter Künstler*innen wachsen kann. 

Der Workshop wurde zeichnerisch von der Künstlerin Özlem Ünlü dokumentiert und begleitet.

Ort und Jahr
Zürich, 2025

Teilnehmende
Oleksandra Belyaevskaya, Lara Castro Maia, Yumio Chanoki, Duygu Dogru, Beatrice Ferrari, Christoph Frick, Fortunat Frölich, Jean-Daniel Girod, Maja Hess, Bettina Holzhausen, Sinje Homann, Maria Lobato, Katrin Oettli, Leide Olivera, Emeric Rabot, Anne Uphoff, Özlem Ünlü, Antolin Irene, Rana Yazaji

Workshop-Leitung
Chimène Costa

Projektleitung
Claudia Barth (artasfoundation)

Partnerorganisation
Maxim Theater

Finanzieller Beitrag
Cassinelli-Vogel-Stiftung 
Georg und Josi Guggenheim Stiftung 
Irene Stiftung