Kunst im Wiederaufbau
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Archaeology in the Presence

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Foto: Stella Loretsyan

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Foto: Gohar Sargsyan

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Foto: Areg Balayan

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Foto: Anika Krbetschek

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Foto: Anika Krbetschek

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Foto: Anika Krbetschek

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Foto: Anika Krbetschek

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Foto: Natia Chikvaidze

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Foto: Rana Yazaji

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Foto: Rana Yazaji

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Foto: Rana Yazaji

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Foto: Areg Balayan

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Foto: Areg Balayan

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Foto: Habib Afsar

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Foto: Natia Chikvaidze

Archäologie ist als symbolische Tätigkeit äusserst wandelbar. Dabei lag immer ein stärkerer Fokus auf der Wiedergewinnung von Fragmenten als auf dem Gesamtbild. Archäologie bringt das zum Vorschein, was übriggeblieben ist, und bleibt stets unvollständig. Daher hat das Fragment als Hinweis, als Zeichen, als Symbol von Verlust ebenso wie von Fortbestand eine grosse Bedeutung.

Christopher Smith: Jenseits der Metapher: Archäologie als soziale und künstlerische Praxis.

Anstatt materielle Überreste zu katalogisieren, stellt Archaeology in the Presence das Immaterielle in den Mittelpunkt: Erzählungen, Rituale, geteilte Ängste und Hoffnungen, die innerhalb der Gemeinschaft zirkulieren. Das Projekt basiert auf der Annahme, dass künstlerische Praktiken zu einem erträglicheren Leben in Grenzregionen beitragen und die Vorstellungskraft der Menschen hinsichtlich ihrer Zukunft in einer von Konflikten geprägten Region fördern können.

Eine Gruppe von elf Künstler*innen aus Armenien, Bergkarabach, der Schweiz, Deutschland, Sri Lanka, Pakistan und Georgien setzte sich im Oktober 2025 mit dem lokalen Kontext und unterschiedlichen Gemeinschaften auseinander und organisierte Kunstworkshops, Diskussionen und Gesprächsrunden. Im Verlauf des Projekts arbeiteten sie fast zwei Wochen lang mit verschiedenen Communitys zusammen und entwickelten gemeinschaftsbasierte Kunstpraktiken. Die Arbeit fand ihren Höhepunkt in einem Festival im öffentlichen Raum, bei dem die Workshop-Ergebnisse sowie die während des Projekts entwickelten künstlerischen Reflexionen präsentiert wurden.

Unterschiedliche Kunstformen wurden erprobt, darunter Urban Sketching, bei dem Strassen nicht nur als Wege von A nach B erscheinen, sondern als Orte des Seins – als eine Stadt, die wir beobachten und zeichnen können. Bei fotografischen Exkursionen wurden Porträts erst aufgenommen, nachdem Namen und Geschichten ausgetauscht worden waren. Ein „Freundschaftsmuseum“ entstand aus von Kindern gestalteten Objekten; im Zentrum steht eine Freundschaftslandkarte, die reale und imaginäre Orte umfasst. Inner-Garten, ein bildkünstlerisches Projekt, begann mit Steinen, die sich in Labyrinthe, Zeichnungen und Animationen verwandelten. Lines war eine Bewegungsperformance, während in Movement and Sounds of Love eine Künstlerin die Geschichten vieler junger Menschen verkörperte, die sie ihr erzählt hatten.
 

Ort und Jahr
Goris, 2025

Künstler*innen
Habib Afsar, Asmik Aleksanyan, Eliza Baghdiyan, Areg Balayan, Natia Chikvaidze, Karen Kai Khachatryan, Rada Leu, Anika Krbetschek, Gohar Sargsyan, Bruno Steiner, Piyusha Sumanapala, Essam Nagy

Projektleitung
Shoghakat Mlke-Galstyan (artasfoundation)
Rana Yazaji (artasfoundation)

Dolmetscherin
Stella Loretsyan

Partnerorganisationen
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 
Go Language Center, Goris
Mirhav Hotel, Goris
Kids Art Camp, Goris
Art School, Goris
Music School, Goris
Arvestanots, Goris
Bakunts School, Goris
School N5, Goris

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt Contemporary Art, Popular Culture, and Peacebuilding in Eastern Europe, unterstützt durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) 

Finanzieller Beitrag
H.E.M. Stiftung Liechtenstein