Aktuell

CAS Arts and International Cooperation 2021

Für den dritten Jahrgang des berufsbegleitenden Weiterbildungskurses mit neu überarbeitetem Curriculum konnte mit der syrischen Kulturmanagerin Rana Yazaji neben Dagmar Reichert eine neue Co-Direktorin gewonnen werden. Für das Thema Arts and International Cooperation: Collaborating in Fragile Contexts and in Processes of Peacebuilding setzt der Kurs seine Schwerpunkte einerseits auf die Zusammenarbeit zwischen Menschen aus dem Globalen Norden und dem Süden, andererseits auf das Verhältnis zwischen den Bedürfnissen von Kunstschaffenden und den Verfahrensweisen von Organisationen, die derartige Kunstprojekte mandatieren.

Die Anmeldefrist läuft. Alle Informationen zum Kurs finden Sie hier.

Jour Fixe zur momentanen Situation in Nagorny Karabach
am 20. Januar 2021, 17.15 Uhr

Wir werden von der aktuellen Situation in Nagorny Karabach hören und Möglichkeiten zu neuen Kulturinitiativen in dieser Region diskutieren. Philipp Egger, Abgeordneter für Osteuropa bei der Gebert Rüf Stiftung und Programmleiter von Swiss South Caucasus Net war in Karabach kurz vor Beginn des Kriegs und wieder nach der Unterzeichnung der Vereinbarung zum Waffenstillstand. Er wird uns von seinen Erfahrungen berichten.

Die Diskussion wird je nach Teilnehmer auf Deutsch oder Englisch geführt.

Zoom-Link
Passwort: 004928

artasfoundation lädt Sie an jedem dritten Mittwoch des Monats zum Jour Fixe ein, um über laufende Projekte zu sprechen sowie über Fragen im Zusammenhang mit der Arbeit von artasfoundation oder zu politischen Entwicklungen in den Partnerländern. Seit der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie halten wir die Jour-Fixe-Meetings online per Zoom ab und können so die Chance nutzen, auch weiter entfernte Leute einzuladen.

Wenn Sie über das Programm des Jour Fixe monatlich informiert werden wollen, tragen Sie sich bitte hier im E-Mail-Verteiler ein.

Aus dem aktuellen Rundbrief

Liebe Freundinnen und Freunde von artasfoundation

Schön, seid ihr da! Dass es gerade schwierige Zeiten sind, müssen wir euch nicht lange schildern. Coronabedingt sind die meisten unserer Projekte in Warteposition und – weit schlimmer – der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan fordert immer mehr Opfer. Da wird zwischen zivilen Opfern (viele!) und Opfern unter den Soldaten (viele!) unterschieden, doch wenn die Soldaten überwiegend ganz junge Männer sind, solche, wie wir sie auch in unseren dortigen Projekten kennenlernten, macht das für uns kaum einen Unterschied. Von unseren Partner*innen und Freund*innen in der Region hören wir, dass sie einfach nur Frieden wollen. Sie versuchen, der nationalistischen Propaganda zu widerstehen, doch es gehört wohl viel dazu, in einer solchen Situation nicht pauschal „wir versus die Feinde“ zu denken. „Unsere“ Künstler*innen dort zeichnen, malen oder musizieren mit den Kindern und Jugendlichen geflüchteter Familien: künstlerische Nothilfe vor Ort. Weil die Grenzen geschlossen sind, können wir gerade nicht viel machen, ausser Materialgeld zu schicken. Zumindest noch nicht.

Schlimme Nachrichten kamen in den letzten Wochen auch aus dem Libanon. Doch auch hier engagieren sich die Künstler*innen, die wir kennen, mit aller Kraft gegen Verzweiflung und Not. Wenn alles klappt, wird eine von ihnen im Dezember ins sogar theater nach Zürich kommen und von der Lage vor Ort berichten. Mehr dazu weiter unten.

Aber wir wollen euch ja nicht nur von Schwierigem berichten! Hier, worüber wir uns sehr freuen: Wir konnten mit der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) einen Vertrag für die Gründung des Zentrums für Kunst und Friedensförderung abschliessen. Unsere Projektpartner*innen in Tskaltubo und in Abchasien¹ führen die gemeinsam begonnenen Projekte mit viel Erfolg weiter. Demnächst erscheint eine neue kleine Publikation von uns. Unser nächster Weiterbildungskurs Arts and International Cooperation stösst auf grosses Interesse! Und: Wir merken, wie für Beiträge der Kunst zur Friedensförderung immer mehr Offenheit entsteht. Über all das lest ihr in diesem Newsletter mehr.

Nun eine grosse Bitte: Wir bereiten uns darauf vor, mit Projekten im Kaukasus loszulegen, sobald die Grenzen wieder offen sind. Das Bedürfnis ist gross. Mehr als sonst sind wir derzeit auf finanzielle Mittel angewiesen und ersuchen euch deshalb um Spenden. Nehmt bitte mit uns Kontakt auf, wenn ihr sie Projekten in speziellen Regionen widmen wollt. Und – falls ihr in der Nähe seid – kommt einmal vorbei zu einer unserer monatlichen Gesprächsveranstaltungen – live oder online. Das Programm findet ihr immer auf unserer Webseite.

Auf bessere Zeiten!

Herzlich,
euer Team von artasfoundation

 

¹artasfoundation betont, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.