Art in Conflict – Practice
Mit Art in Conflict – Practice haben wir unsere Gesprächsreihe um ein praxisorientiertes Format erweitert. Gemeinsam mit Künstler*innen, Denker*innen und Aktivist*innen entstehen Workshops, Lesungen, Screenings und weitere Formate des Austauschs. Im Zentrum steht das gemeinsame Tun – die Vertiefung, Begegnung und das Verständnis globaler Perspektiven. Dabei werden künstlerische Methoden in (Post-)Konfliktkontexten erprobt und diskutiert. Wir stellen Fragen wie: Wie kann ein Raum aussehen, in dem Methoden geteilt, Beziehungen vertieft und neue Allianzen geknüpft werden? Wie lässt sich Vertrauen über Räume und Realitäten hinweg aufbauen? Welche Formen braucht eine solidarische Kunstpraxis heute?
Art in Conflict – Practice #1 – Connecting Communities & Cultures
Vom 28. November bis zum 30. November 2025 fand zum ersten Mal unser neues Praxis Format Art in Conflict – Practice in Zürich statt. 19 Menschen aus Theater, Tanz, Musik und Community-Arbeit haben sich im Maxim Theater getroffen, um unter der Leitung der Künstlerin Chimène Costa verschiedene künstlerische Methoden der sozial engagierten Kunst zu erproben. Anhand der eigenen Geschichten spielte die Gruppe die offenen Methoden des Psychodramas, storytelling, body awareness, Playback-Theater und Augusto Boals Theater der Unterdrückten durch und tauschte sich über ihre Erfahrungen in der Arbeit mit fragilen Gemeinschaften aus.
Anhand verschiedenster Lieder und Rhythmen, die sich die Teilnehmenden gegenseitig beibrachten, wagten sie eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Kultur“: Was bringen wir mit? Was ist im Raum vorhanden? Was geht vergessen? Woran knüpfen wir an?
Das Teilen von Geschichten, der Austausch von Erfahrungen, sich zu öffnen sowie Fragilität und Verletzlichkeit zuzulassen – all dies trug dazu bei, dass Verbindungen entstanden und Verständnis zwischen den Menschen im Raum wachsen konnte. So wurde erfahrbar, wie Vertrauen entsteht und den Boden für Zusammenarbeit und Veränderung bereitet, um gemeinsam etwas zu bewegen. Doch – und das zeigte sich immer wieder – dafür braucht es Zeit und Präsenz. Art in Conflict – Practice schafft Raum, in dem eine Gemeinschaft sozial engagierter Künstler*innen wachsen kann.
Der Workshop wurde zeichnerisch von der Künstlerin Özlem Ünlü dokumentiert und begleitet.
Ort und Jahr
Zürich, 2025
Teilnehmende
Oleksandra Belyaevskaya, Lara Castro Maia, Yumio Chanoki, Duygu Dogru, Beatrice Ferrari, Christoph Frick, Fortunat Frölich, Jean-Daniel Girod, Maja Hess, Bettina Holzhausen, Sinje Hoffmann, Maria Lobato, Katrin Oettli, Leide Olivera, Emeric Rabot, Anne Uphoff, Özlem Ünlü, Antolin Irene, Rana Yazaji
Workshop-Leitung
Chimène Costa
Projektleitung
Claudia Barth (artasfoundation)
Partnerorganisation
Maxim Theater
Finanzieller Beitrag