Forschung und Vernetzung

CAS Arts and International Cooperation

Wie kann Kunst zu sozialem Wandel beitragen? Welches Fachwissen brauchen Organisierende und Kunstschaffende für künstlerische Kollaborationen in fragilen Kontexten oder Krisenregionen? Ausgehend von diesen Fragen erarbeitet artasfoundation ein Konzept für den Nachdiplom-Studiengang (CAS) Arts and International Cooperation an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). In diesem Studiengang, der von artasfoundation geleitet wird, unterrichten erfahrene internationale Praktiker*innen aus der Kunst und aus dem Projektmanagement sowie Forschende aus der Schweiz und aus dem Ausland. (Einige der Expert*innen nehmen an der Konferenz Art in Conflict im Mai 2015 teil.)

Im Zentrum des Studiengangs stehen Praxis und Theorie aus den Bereichen der zeitgenössischen Kunst, der internationalen Zusammenarbeit, der humanitären Arbeit und aus dem Peacebuilding. Präsentationen und Übungen, sowie eine Studienreise zur Auseinandersetzung mit in Konfliktregionen durchgeführten Kunstprojekten, stehen auf dem Programm.

Der Studiengang ist berufsbegleitend und besteht aus vier Modulen. Er richtet sich an Menschen, die in der internationalen Zusammenarbeit tätig sind und ihre Expertise im Gestalten und Organisieren von Kunstprojekten erweitern möchten und an erfahrene Kunstschaffende und Kurator*innen, die ihr Wissen in der internationalen Zusammenarbeit vertiefen wollen. Er richtet sich ausserdem an Menschen, die in fragilen Kontexten tätig sind, die internationale Partner in ihre Projekte einbinden möchten.

Ausschreibung

 

CAS Arts and International Cooperation 2019

Foto: artasfoundation

Nach dem Kursbeginn im Januar in Zürich mit einer sehr internationalen Teilnehmer*innengruppe, ist im Mai der Libanon das Ziel der einwöchigen Studienreise des CAS-Kurses. Dabei werden in Beirut, Tripoli und in der Bekkaa Ebene zahlreiche Organisationen besucht, die mit Kunst mit und für Menschen in Flüchtlingslagern arbeiten oder in spannungsvollen Stadtquartieren Brücken zwischen religiösen oder politischen Gruppierungen bauen. Die Konsequenzen des andauernden Krieges im benachbarten Syrien waren dabei immer Thema. Beim dritten Modul im September sind die Teilnehmer*innen zu einer lebendigen und vielfältigen Gruppe zusammengewachsen und die Diskussionen um Kunst und Friedensförderung werden dank der neuen, gemeinsamen Referenzpunkte auf hohem Niveau weitergeführt. Nun geht es an die mentorierten, individuellen Abschlussarbeiten, die Anfang 2020 dann präsentiert werden sollen!

Flyer

Partner

Teilnehmende
Abdin Doaa (Kairo)
Ackermann Theresa (Zürich)
Agrba Nasta (Suchum/i)
Ammann-Wieland Regina (Bern)
Assilbekova Bates (Nyon)
Azimli Nazaket (Baku)
Berger Poladian Michal (Aarau)
Disch Sarah Lena (Zürich)
Engel Beate (Bern)
Fusu Mihai (Chisinau)
Hauser Gabriel (Bern)
Homann Sinje (Zürich)
Lasrado Tara (Zürich)
Phillips Sarah (Harrisonburg)
Rastelli Gianpiero (Genf)
Stäubli Anna (Bern)
Welti Franziska (Winterthur)

Dozierende
Günther Bächler EDA (Bern)
Rudolf Batliner, NADEL (Zürich/Vaduz)
Marcel Bleuler, artasfoundation (Zürich)
Tobias Eisenring, FIBL (Frick/Basel)
Iris und Heimo Ganz (Basel)
Regula Gattiker, Helvetas (Zürich)
Carole Guertler (Zürich)
Hanane Hajj Ali (Beirut)
Maja Leo, artasfoundation (Zürich)
Dagmar Reichert, artasfoundation/ZHdK (Zürich)
Manel Salas Palau (Barcelona)
Celine Yvon (Genf)
Géraldine Zeuner, DEZA (Bern)

CAS Arts and International Cooperation 2017

Foto: artasfoundation

Foto: artasfoundation

Der erste Jahrgang beginnt im Januar 2017 mit einem dreitägigen Modul in Zürich und führt im April in einer Studienreise nach Georgien und die von Georgien in einem Sezessionskrieg abgetrennte Region Abchasien¹. 17 Studierende nahmen am Weiterbildungskurs teil und 15 von ihnen schliessen nach Abgabe einer eigenständigen Diplomarbeit im Februar 2018 mit Zertifikat ab.

Partner

Teilnehmende
Simoen Büsch-Küng (Bern)
Avital Cohen (Muri)
Emilie Florenkowsky (Berlin)
Vera Gujer (Winterthur)
Hlaing Hnin Ei (Rangoon)
Olivia Jaques (Linz/Zürich)
Philip Matesic (Zürich)
Mariana Matveichuk (Kiev)
Shoghakat Mlke-Galstyan (Jerewan)
Efa Mühlethaler (Bern)
Abdullah Qureshi (Lahore)
Andrea Saemann (Basel)
Iva Sanjek (Zürich)
Marcel Schwald (Basel)
Caroline von Schulthess (Rifferswil)
Illia Yakovenko (Kiev)
Mara Züst (Zürich)

Dozierende
Rudolf Batliner, NADEL (Zürich/Vaduz)
Marcel Bleuler, artasfoundation (Zürich)
Asida Butba, SKLAD (Suchum/i)
Tobias Eisenring, FIBL (Frick/Basel)
Rebekka Fässler, Stiftung Corymbo (Zürich)
Regula Gattiker, Helvetas (Zürich)
Tamara Janashia, Culture Management Lab (Tiflis)
Dani Kouyate (Uppsala/Ouagadougou)
Michelle LeBaron, University of British Columbia (Vancouver)
Maja Leo, artasfoundation (Zürich)
Lali Pertenava (Tiflis)
Dagmar Reichert, artasfoundation/ZHdK (Zürich)
Wato Tsereteli, Center for Contemporary Art (Tiflis)
Celine Yvone (Genf)
Géraldine Zeuner, DEZA (Bern)

Studiengangleitung
Marcel Bleuler (artasfoundation)
Dagmar Reichert (artasfoundation, ZHdK)

Partnerorganisation
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Zentrum Weiterbildung

Finanzieller Beitrag
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

¹artasfoundation betont, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.