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off/line 2017: What can art do in Zemo Nikozi?

2017 sind 12 Künstler_innen aus Georgien und 12 aus Schweiz/Österreich/Deutschland nach Nikozi gereist. Im Dorf hatte sich seit letztem Jahr einiges verändert: Die Hauptstrasse war neu renoviert und mit einer Beleuchtung versehen zudem war der Checkpoint an die Dorfgrenze verlegt. Die Dofbewohner_innen wie auch die omnipräsenten Polizeibeamten zeigten sich sehr gespannt auf die neuen Gäste und unser lokales Netzwerk wirkte geübt darin, die Gruppe unterzubringen (alle Künstler_innen kamen zu zweit in eine Gastfamilie).  

Wie im vergangenen Jahr traf sich die Gruppe täglich im Workshopraum, im ehemaligen Gemeindehaus, wo sich auch die Polizeizentrale sowie die IDP-Women's Association befindet, zwei informelle 'Partner-Organisationen', die ebenfalls mit grosser Offenheit und Hilfsbereitschaft den Künstler_innen bei Gelegenheit unter die Arme griffen. Diese gingen vom ersten Tag an ihren eigenen Interessen nach und suchten nach Spuren, auf den Ort und seine Bewohner_innen einzugehen. 

Es mag an der Auswahl der Künstler_innen oder an der wachsenden Offenheit der Bewohner_innen von Nikozi gelegen haben, dass sich diese auch vermehrt selbst auf die künstlerischen Projekte eingelassen haben. So traten sie am Abschlusstag, der mit Präsentationen, Ausstellungen und einem Fest beschritten wird, im Rahmen des "Art, Craft and Everyday Objects Museum" (organisiert von Johanna Padge, Stefanie Rittler und Lali Pertenava) in Erscheinung, sie traten auf der "Open Stage" (organisiert von Nino Khurashvili und Jürgen Rittler) auf, sie warfen sich in der Fotokulisse (von Nina Willimann, Nora Longatti, Inga Shalvashvili) in Szene oder sie trugen für das Buffet mit lokalen Spezialitäten (organisiert von Jennifer Mira Ackermann und Martha Todua) bei. 

Der Aufenthalt erwies sich als produktiv in verschiedene Richtungen und soll auf jeden Fall im nächsten Jahr fortgesetzt werden. 

 

Participating artists: 

Anna Witt, Benjamin Egger, Esther Kempf, Fanni Futterknecht, Gocha Jgenti, Inga Shalvashvili, Jennifer Mira Ackermann, Johanna Padge, Jürgen Rendl, Kamen Stoyanov, Katharina Swoboda, Lado Lomitashvili, Mariam Pesvianidze, Mariam Gabrichidze, Mrvarisa Joyce, Nina Willimann, Nino Khurashvili, Nora Longatti, Nurith Wagner-Strauss, Stefanie Rittler, Tatja Tvaladze, Tiko Qsovreli, Toma Glurjidze, Vato Jorkoshvili

Local project coordinator: Lali Pertenava


SDC Cooperation office for the Southern Caucasus
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