Stiftungsrat

Der Stiftungsrat bestimmt die Leitlinien und Schwerpunkte der Stiftungsarbeit und beaufsichtigt die Arbeit der Geschäftsstelle. Er sichert das finanziellen Gleichgewicht der Stiftung, legt ihre Organisationsformen fest und ist für die Jahresberichte und für die Jahresrechnung der Stiftung verantwortlich. Der Stiftungsrat wählt die Präsidentin/ den Präsidenten und die Vizepräsidentin/ den Vizepräsidenten der Stiftung. Er ist ehrenamtlich tätig.

Das Präsidium besteht aus zwei Personen, beide Angehörige des Stifungsrates und von diesem gewählt. Der Präsident bzw. die Präsidentin ist der/die oberste Vertreter_in der Stiftung. Er/Sie leitet den Stiftungsrat und vertritt ihn nach innen und aussen. Der Vizepräsident bzw. die Vizepräsidentin ist operativ ausgerichtet. Er oder sie stellt als Delegierte die Verbindung zur Geschäftsstelle sicher und nimmt die Aufsicht wahr.

Barbara Ellenberger
Künstlerische Leitung Miller's, Zürich

Barbara Ellenberger, geboren 1964, studierte Theaterwissenschaften an der Schauspielakademie Zürich und arbeitete in der Folge als Dramaturgin und Regisseurin für zahlreiche unabhängige Theaterproduktionen. Sie erhielt Lehraufträge an der Hochschule für Gestaltung, Zürich und an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich. Zwischen 1996 und 2000 war sie am Schauspielhaus Zürich als Dramaturgin und Theaterpädagogin tätig und entwickelte dort ein neues theaterpädagogisches Konzept. Von 2001 bis 2006 arbeitete sie als Chefdramaturgin am Stadttheater Hildesheim, wo sie auch die Abteilung «Junges Theater» gründete und an der Entwicklung des sogenannten «Hildesheimer Modells» für enge Kooperationen zwischen Theater, Universität und anderen Kulturinstitutionen beteiligt war. Von 2006 bis 2015 war sie Intendantin des TAK Theaters Lichtenstein. Seit Juli 2015 ist sie die künstlerische Leiterin des Miller's in Zürich.
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Maren Haartje
Präsidentin der artasfoundation

geboren in Hamburg, ist akademische Referentin für feministische Bildung und Politik (Rosa-Mayreder-College, Wien). 1986–1988 war sie Assistentin des Direktors Egon Bahr im Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. 1989 baute sie mit Günther Bächler die Schweizerische Friedensstiftung (swisspeace) in Bern auf und arbeitete dort bis 2003 zum Schwerpunktthema «Frauen in Friedensprozessen». 1988-1999 vertiefte sie ihre Kenntnisse in dem Kurs «Konstruktive Konfliktbearbeitung und Mediation» (Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung, Berlin/Schweizerisches Rotes Kreuz). 2003–2005 war sie Projektleiterin der Initiative «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005» und Koordinatorin für Westeuropa. 2006-2012 war sie Programmleiterin bei PWAG PeaceWomen Across the Globe in der internationalen Geschäftsstelle Bern und Koordinatorin des Themenschwerpunktes "Ecology and Livelihood". 2014 gründete sie in Bern den Verein Fuge für Gender und Nachhaltigkeit. Sie ist Mitglied im Vorstand von "Momavlis Mitsa" (Zukunft Erde), einem georgischen Verein für Dorfentwicklung und biologisch-organische  Landbaukultur im Kaukasus. Im Herbst 2015 ist sie nach einem längeren Aufenthalt in Georgien in die Schweiz zurückgekehrt.

 

Sandro Lunin
künstlerischer Leiter des Zürcher Theaterspektakels

 

Sandro Lunin, geb. 1959 in Zürich, entschied sich nach einer Ausbildung als Primarlehrer für ein Engagement im Theaterbereich. Nach verschiedenen Stationen (Theater am Neumarkt, Vorstandsmitglied ASTEJ und EU NET ART, Theaterbüro Rote Fabrik) war Lunin von 1997 bis 2007 im Schlachthaus Theater Bern als Co-Leiter tätig. Dort programmiert und organisiert er Koproduktionen, Gastspiele und Programmschwerpunkte auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene und wurde 2007 mit dem Kulturvermittlungspreis des Kantons Bern ausgezeichnet.
Seit 2007 ist Sandro Lunin künstlerischer Leiter des Zürcher Theaterspektakels. Als profunder Kenner der Schweizer Theaterszene verfügt er auch über ein breites Netzwerk im europäischen Raum und ganz speziell im Nahen Osten und in Schwarzafrika.
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Cyrus Mosayebi
Vizepräsident der artasfoundation
selbständiger Marketingberater

Text folgt

 

Dagmar Reichert
Kulturgeographin, Beraterin, Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste

 

Dagmar Reichert, geboren 1957 in Wien, studierte Geographie, Sport und Philosophie in Wien und Toronto, Forschungsstipendien in Stockholm und Cambridge, Gastprofessuren an der Universität Bologna, Universität Salzburg und ETH Zürich. MA, Promotion und Habilitation im Fach Geographie. 2003 an der Universität Kassel ordentliche Professorin für Kulturgeographie/Gesellschaftswissenschaften, legte diese Stelle 2006 auf eigenen Wunsch zurück. Gegenwärtig unterrichtet sie Kulturtheorie an der Zürcher Hochschule der Künste und betreibt in Zürich eine Firma für Forschung und Beratung. Sie ist Autorin oder Herausgeberin verschiedener Bücher («Wissenschaft als Erfahrungswissen», 2000, «Räumliches Denken», 1996, «Limits of Representation», 1994, «Umwelt zur Sprache bringen», 1993 und «Ortssuche», 1993) und hat mehrere Kulturveranstaltungen und Ausstellungen kuratiert (Airolo, 2007, Shedhalle Zürich, 2003; Fondazione Pistoletto, Biella, 2002; Haus am Lützowplatz, Berlin, 2001).
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Isa Stürm
Architektin

Isa Stürm studierte Architektur an der ETH Zürich und diplomierte 1983 bei Dolf Schnebeli. Sie war Assistentin bei Adolf Max Vogt am Lehrstuhl für Architekturtheorie und Architektur-geschichte der ETHZ. Bevor sie 1988 zusammen mit Urs Wolf ein eigenes Architekturbüro gründete, arbeitete sie bei Santiago Calatrava und Jacques Herzog & Pierre de Meuron.
Isa Stürm Urs Wolf SA sind in der Schweiz und international tätig. Frühe Bauten ihres Büros sind die Einstellhalle Plarenga Domat-Ems (1988), das Bürohaus für die Sozialversicherungs-anstalt des Kantons Zürich SVA (1998) und die Wohnüberbauung Röntgenareal (1999). Für die Expo.02 entwickelten sie den Bundespavillon 'Wer bin ich?' (2002). Weitere Ausstellungs-architekturen entwarfen sie für Swiss Design, Akris, Swiss Art Awards und Messestände von Industrie- und Designprodukten. Für Issey Miyake, Yoshi Yamamoto und Kerquelen New York kreierten sie Ladeninterieurs. Öffentliche Bauten für die Kultur mit Leuchtturm-
ausstrahlung sind das Kunst(Zeug)Haus in Rapperswil-Jona (2008) und das Kulturaggragat Lokremise St.Gallen (2010). Weitere wichtige Projekte sind das Kunstmuseum Liechtenstein, das Automuseum Teufen, das Nam June Paik Museum in Korea, das Seefahrtsmuseum in Aaland, der Martyr’s Square and the Grand Axis in Beirut, die Mobile Aids Clinic for Africa, die Präsidentenlobby der UNO New York und die Genossenschaftssiedlung Waidmatt in Zürich. Aktuelle Bauten sind das das kürzlich bezogene Stadthaus im Industriequartier der Stadt Zürich und die Modeinterieurs an der Bahnhofstrasse. Die Bauten und Projekte erhielten zahlreiche Auszeichnungen.
Isa Stürm engagiert sich im theoretischen Architektur Diskurs. Regelmässig hält sie Vorträge, nimmt an Juryierungen, Entwurfskritiken und Gesprächen teil und verfasst Essays. Sie war als Expertin für Architektur der Eidgenössischen Kunstkommission und als Gastdozentin für architektonischen Entwurf an der EPF Lausanne tätig. Isa Stürm ist im Vorstand der Kunsthalle Zürich und im Stiftungsrat des Sitterwerks St. Gallen.

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Heidi Tagliavini

Schweizer Diplomatin

Heidi Tagliavini, geboren in Basel, studierte Literatur in Genf und Moskau. 1982 trat sie ins Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten ein. In ihrer über dreissigjährigen diplomatischen Laufbahn übernahm sie bisher 19 bilaterale und multilaterale Einsätze. Heidi Tagliavinis erste Dienststellen waren Bern und Lima, 1989 wurde sie an die Schweizer Botschaftin Moskau berufen und Ende 1992 als Botschaftsrätin und stellvertretende Leiterin der Schweizer Botschaft nach Den Haag versetzt. Im Jahr 1995 wurde sie als Mitglied der ersten OSZE Unterstützungsgruppe in den Tschetschenienkrieg nach Grosny entsandt. 1998, nach einer zweiten Amtszeit als Botschaftsrätin und stellvertretende Leiterin an der Schweizer Botschaft in Moskau, ernannte der UNO Generalsekretär Botschafterin Heidi Tagliavini zur Stellvertretenden Leiterin der Beobachtermission der Vereinten Nationen in Georgien (UNOMIG). Im Jahr 1999 kehrte sie ans Eidgenössische Aussendepartement zurück, wo sie die Leitung der Abteilung für Menschenrechte und Humanitäre Politik übernahm. 2000 wurde sie vom Österreichischen OSZE Vorsitzenden zur Persönlichen Beauftragten für Missionen im Kaukasus ernannt. Zwischen 2001 und 2002 war Heidi Tagliavini Schweizer Botschafterin in Bosnien und Herzegowina, 2002 wurde sie Sondergesandte des UNO Generalsekretärs und Leiterin der Beobachtermission der Vereinten Nationen in Georgien (UNOMIG). Im Jahr 2006 kehrte sie als stellvertretende Leiterin der Politischen Direktion und Stellvertreterin des Staatssekretärs ins Aussenministerium nach Bern zurück. Im Jahr 2008 ernannte sie der Ministerrat der EU zur Leiterin der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission über den Konflikt in Georgien. Nach der Veröffentlichung des im Auftrag der EU erstellten Untersuchungsbericht über den Georgienkrieg leitete Heidi Tagliavini verschiedene OSZE/ODIHR Wahlbeobachtungsmissionen, so z.B. bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2010, bei den Wahlen zur Duma 2011, der Russischen Präsidentschaftswahl 2012 und der Präsidentschaftswahl in Armenien 2013. Zwischen 2008 und 2012 war Heidi Tagliavini auch Diplomat-in-Residence am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik. Heidi Tagliavini spricht acht Sprachen und erhielt Ehrendoktorate der Universitäten Basel und Bern. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Sektion Schweiz, verlieh ihr 2013 den Menschenrechtspreis und die Republik Österreich das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um dieses Land.

Margit Wästfelt
Österreichische Diplomatin

Margit Wästfelt, geboren 1948 in Graz, Österreich, studierte Rechtswissenschaften und Französisch an der Universität Graz. Während der Schulzeit verbrachte sie ein Jahr mit American Field Service in den USA.

Nach dem Studium war sie als Universitätsassistentin am Institut für Zivilrecht der Universität Wien tätig und absolvierte die Diplomatische Akademie Wien. 1978 trat sie in den österreichischen diplomatischen Dienst. Sie begann ihre Laufbahn an der österreichischen Botschaft in Paris; 1984 folgte eine Etappe im Außenministerium in Wien mit Aufbau des Bürgerservice. 1990 wurde sie als Kulturrätin an die Botschaft in Moskau entsandt und wurde 1995 zur Gesandten und stellvertretenden Missionschefin der Botschaft Moskau ernannt. Der Tätigkeitsbereich umfasste auch die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. 1999 kehrte sie nach Wien zurück und wurde der österreichischen Delegation bei der OSZE zugeteilt. Während des österreichischen Vorsitzes im Jahr 2000 fungierte Margit Wästfelt als Sonderbotschafterin; 2002 übernahm sie die Leitung der österreichischen Delegation bei der OSZE. In ihrer Funktion als Abteilungsleiterin war sie auch für den Europarat zuständig. 2008 wurde sie zur Botschafterin in Finnland ernannt; 2013 bis 2015 beendete sie ihre Laufbahn als Alternierende Generalsekretärin der Zentraleuropäischen Initiative in Triest, Italien. 

Gegenwärtig ist sie in Bereichen internationale Wirtschaftskontakte und Wissensmanagement beratend tätig.

Margit Wästfelt publizierte zu Themen der OSZE und des Europarats.