off/line: What can art do in Zemo Nikozi?

20.09. - 02.10.2016

off/line war ein zweiwöchiger Workshop in Zemo Nikozi, einem Dorf direkt an der Demarkationslinie zu Süd-Ossetien, das vom Krieg 2008 besonders hart betroffen war. artasfoundation hat 11 Kunstschaffende aus Westeuropa und 11 aus Georgien eingeladen, sich mit dem Ort auseinanderzusetzen. In Kontakt mit den Bewohner/innen und einem Austausch untereinander gingen sie der Frage nach, was Kunst in der spezifischen Situation zwischen allmählicher Nachkriegs-Rehabilitation und eingefrorenem Konflikt tun kann.


Die Künstler/innen waren frei, ihren Interessen und Methoden nachzugehen. Sie waren aufgefordert, eigene Wege zu finden, auf die Begegnungen, Themen und Bedürfnisse zu reagieren, die sich in Zemo Nikozi stellen. Was für Perspektiven lassen sich in dem Ort und auf den Ort finden? Welche Geschichten und Alltagsphänomene manifestieren sich im Dorfleben und welche bleiben ungreifbar? Wie lassen sich Bilder und gemeinsame Erlebnisse erschaffen, die die unterschiedlichen Lebenshintergründen der schweizerischen und georgischen Kunstschaffenden und der lokalen Bewohner/innen berücksichtigen?


Die künstlerischen Arbeitsprozesse wiesen in ganz verschiedene Richtungen. Viele blieben in ihrem Ausgang auch explizit offen. Ziel war die Begegnung und der künstlerische Austausch, sowie das Ermöglichen von neuen Impulsen im Dorfleben. Die meisten Künstler/innen arbeiteten kollaborativ oder gingen individuellen Perspektiven von Bewohner/innen nach. Über die Arbeitsprozesse fanden tägliche Diskussionen statt. Mit den Abschlussveranstaltungen in der lokalen Schule und dem früheren Kulturhaus des Dorfes wurden sie öffentlich gemacht und mit einem gemeinsamen Fest gefeiert.

Teilnehmende Künstler_innen:

Linda Pfenninger, Nino Megrelishvili, Till Wittwer, Tornike Gabedava, Marc Horler, David Kukhalashvili, Benjamin Egger, Philip Michael Matesic, Levan Shvelidze, Sara Grütter, Naili Vakhania, Nuca Esebua, Deirdre O'Leary, Lea Rüegg, Mariam Aghdgomelashvili, Mari Panculaia, Olivia Jaques, Luiza Laperadze, Tamar Botchorishvili, Sabine Schlatter, Inga Shalvashvili, Nora Longatti

Übersetzung:
Martha Todua, Elene Maisuradze


Lokale Projektkoordinatorin: Lali Pertenava


DEZA Kooperationsbüro für den Südkaukasus
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