Connecting Spaces • Basel - Suchum/i - Tbilisi

Die Stadt Suchum/i* an der Schwarzmeerküste war in sowjetischen Zeiten ein blühender Ferienort. Heute ist sie das stille Zentrum eines umstrittenen Landstrichs, für die einen ein abtrünniger Teil Georgiens, für die anderen Hauptstadt eines unabhängigen Abchasiens.* Die rund 240'000 Bewohner Abchasiens leben seit zwanzig Jahren in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen und mit stark eingeschränkter Mobilität. Besonders der Austausch mit Tbilisi ist in dieser ungelösten Konfliktsituation fast unmöglich. Was beschäftigt die Kunstschaffenden im Spannungsfeld zwischen Russland und Westeuropa? Und welche Rolle kann - bei aller Unterschiedlichkeit der Kunstbegriffe - die Bildende Kunst spielen als Freiraum für einen Austausch von Ideen jenseits globaler Machtpolitik?

 

Das Projekt "Connecting Spaces" begann im Mai 2014 mit einem Workshop in Suchum/i. Initiiert von Dagmar Reichert und mitgetragen von Adgur Dzidzaria und Maria Madalena Z'Graggen arbeiteten zwei Dutzend junge Künstlerinnen und Künstler aus Basel und Suchum/i dort für zwei Wochen zusammen und entwickelten Skizzen für eigene Arbeiten.

 

Seine Fortsetzung fand das Projekt dann im November 2014, als die Workshopteilnehmer_innen aus Suchum/i ihrerseits nach Basel reisten um die inzwischen fertiggestellten Arbeiten an einer gemeinsamen Ausstellung zu zeigen. Weitere Kunstschaffende aus dem Südkaukasus stiessen für die Ausstellung im Ausstellungsraum Klingental in Basel hinzu. Inhaltlich beschäftigten sich die Werke der Ausstellung mit dem öffentlichen Raum in den jeweiligen Städten und Gesellschaften. Öffentlichkeit verstanden wir dabei zum einen als Raum der Strassen und Plätze, aber auch im Sinne der "Public Sphere" als Ort für Begegnung, Kritik und Dialog.

 

Die Ausstellung in Basel fand im Rahmen der REGIONALE 15 vom 30. November 2014 bis 2. Januar 2015 statt. Die beteiligten Künstler waren

David Bostanashvili, Elene Chantladze, Lado Darakhvelidze, Adgur Dzidzaria, Tatjana Ergunova, Galaqtion Eristavi, Constantin Gretsoff, Sara Grütter, Silas Heizmann, Marc Hörler, Sabina Kvarcheliya, Archip Sipa Labachua, Jemina Läubli, Céline Liebi, Sonja Lippuner, Julia Minnig, Deirdre O'Leary, Lali Pertenava, Philip Matesic und Linda Pfenninger, Aron Rossman-Kiss, Lea Rüegg, Aleksi Soselia, Beslan Tarba, Guram Tsibakhashvili, Manana Tsvishba, Tanja Weidmann, Natascha Nüesch, Koka Vashakidze und Maria Magdalena Z'Graggen.


Kuratiert wurde die Ausstellung von Maria Magdalena Z'Graggen und Annina Zimmermann in Zusammenarbeit mit Asida Butba

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*artasfoundation möchte betonen, dass die Nutzung von Bezeichnungen und Namen, besonders im Hinblick auf die Konfliktregionen, nicht als Anerkennung oder Nichtanerkennung durch die Stiftung ausgelegt werden sollten. Diese haben in diesem Zusammenhang keinerlei politische Konnotationen.

Der Workshop wurde initiiert durch artasfoundation, Dr. Dagmar Reichert, und organisiert in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel (Maria Magdalena Z'Graggen), der Sukhum Artist Union (Adgur Dzidzaria), der Journalistin Nadja Venediktova und Asida Butba.

 

Das Projekt wird von der Task Force OSZE-Vorsitz des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und von artasfoundation finanziert. Der Südkaukausus ist einer der Schwerpunkte des Schweizer Vorsitzes der OSZE 2014.

 

Die Ausstellung wird gezeigt zur Zeit der diesjährigen OSZE-Ministerratskonferenz, welche am 4./5. Dezember in Basel stattfindet. Dafür organisiert Swisspeace ein Begleitprogramm für die Basler Bevölkerung.

 

Ausstellungsraum Klingental Basel
http://www.ausstellungsraum.ch


SwissPeace
http://www.swisspeace.ch


Task Force OSZE-Vorsitz
http://www.eda.admin.ch


Fotos Galerie:  Maria Magdalena Z'Graggen
http://www.mariamagdalenazgraggen.net