Ausgangspunkte

  • Kunst ist ein wichtiges und grundlegendes menschliches Bedürfnis. Bei humanitären Einsätzen nach gewaltvollen Konflikten sollte ihr Bedeutung eingeräumt werden.

  • Kunst bezieht sich in ganz eigener Weise auf die Welt. Sie lädt dazu ein, Nützlichkeitskalküle hintanzustellen, feiner wahrzunehmen und gewohnte Kategorisierungen zu verlassen. Damit eröffnet sie neue Spielräume für Konfliktlösungen.

  • Kunst vermag schwer fassbare, persönliche Erfahrungen mitteilbar zu machen und Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen zusammenzuführen. Sie bietet Freiräume zur Erprobung neuer Handlungsweisen und gibt Anstoss zum Meinungsaustausch zwischen Menschen mit divergierenden Ansichten.

  • Durch Kunst können missachtete und benachteiligte Menschen ihre Würde behaupten und sich Gehör und Anerkennung verschaffen. Darin ähnelt Kunst der Religion und kann da einspringen, wo letztere instrumentalisiert wird.

  • Damit Kunst diese Fähigkeiten entfalten kann, darf sie keinen vorgegebenen Zwecken oder (noch so guten) Zielen unterworfen werden. Sie bedarf der Eröffnung von Spielräumen, ohne dass damit Auflagen oder Erfolgsnachweise verknüpft werden.

  • Das Gesagte gilt für künstlerische Arbeit aller Sparten: Bildende Kunst, Musik, Tanz, Theater, Film, Literatur, Medien, etc.